03:13 11 Dezember 2017
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    Macron: Wir brauchen Russland und China für effektive Sanktionen gegen Nordkorea

    © REUTERS/ Stoyan Nenov
    Politik
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    Russland und China spielen laut dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron eine Schlüsselrolle in der Politik der Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea.

    „Wir müssen alles dafür tun, um den Druck auf Nordkorea zu erhöhen, wir müssen die Sanktionspolitik weiter verschärfen. Das bedeutet auch, dass China und Russland eine pro-aktive Politik führen müssen“, erklärte das französische Staatsoberhaupt am Dienstag in einer Pressekonferenz am Rande der Uno-Generalversammlung in New York.

    Weiterhin betonte Macron, es sei notwendig, die Sanktionen zu verschärfen, wenn die wirtschaftlichen Strafmaßnahmen gegen Nordkorea effektiv sein sollen. Nur so könne man Nordkorea zur Änderung seiner Position bewegen. Hierbei müssten Russland und China ebenfalls hinzugezogen werden.

    „Diese beiden Länder sind die Schlüsselländer in dieser Frage“, unterstrich Macron.

    Der Präsident erklärte weiterhin, er sei absolut gegen eine militärische Operation, da diese „schädlich“ sein und durch den Konflikt der „beiden Koreas“ zahlreiche Menschenleben fordern würde.

    Am 11. September hatte der UN-Sicherheitsrat einstimmig neue Sanktionen gegen Nordkorea wegen seines Atomprogramms verhängt. Die entsprechende Resolution beschränkt die Lieferungen von Erdöl nach Nordkorea und verbietet dem Land den Export von Textilien. Es ist bereits die neunte Resolution im Zusammenhang mit Nordkoreas Atom- und Raketentests seit dem Jahr 2006.

    Die letzte Resolution war eine direkte  Reaktion des UN-Sicherheitsrates auf den erfolgreichen Test eines Wasserstoff-Sprengkopfes am 3. September sowie andauernde Raketentests seitens der nordkoreanischen Führung.

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    Tags:
    Atombombentest, Sanktionspolitik, Uno-Vollversammlung, Emmanuel Macron, China, Russland, Koreanische Halbinsel, Frankreich