18:18 11 Dezember 2017
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    Russische Su-25 auf dem Stützpunkt im syrischen Hmeimim

    Kampf gegen IS-Terror: Russland bittet US-Koalition „wenigstens nicht stören“

    © Sputnik/ Dmitriy Vinogradov
    Politik
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    Wenn die von den USA angeführte Koalition nicht gegen den Islamischen Staat in Syrien kämpfen möchte, so sollte sie wenigstens Russland nicht dabei stören. So kommentierte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, die Situation rund um Deir ez-Zor, wo zuvor angeblich US-Verbündete angegriffen worden seien.

    „Je näher das Ende des Islamischen Staats rückt, desto offensichtlicher wird, wer tatsächlich gegen den IS kämpft und wer stattdessen seit drei Jahren dies nur vortäuscht. Und wenn die US-geleitete internationale Koalition den Terrorismus in Syrien nicht bekämpfen möchte, so sollte sie wenigstens diejenigen nicht dabei stören, die das kontinuierlich und effektiv tun“, sagte er. 

    Die syrischen Regierungstruppen würden derzeit Erfolge nahe Deir ez-Zor verzeichnen, betont Konaschenkow. So hätten sie mit Hilfe der russischen Luftstreitkräfte den Euphrat forciert und würden sich auch weiter auf dem Gebiet ausbreiten. Derzeit seien 60 Quadratkilometer des linken Stromufers besetzt worden.

    Die Situation am Euphrat werde jedoch von mehreren Umständen erschwert: „Laut Berichten syrischer Kommandeure von der Frontlinie werden die schwersten Gegenangriffe und massives Feuer aus nördlicher Richtung auf syrische Truppen verübt. Das heißt — genau von dort aus, wo sich die Einheiten der sogenannten ‚Syrischen Demokratischen Kräfte‘ sowie der Special Operations Forces der Vereinigten Staaten befinden, die statt Rakka zu befreien diesen Milizen ihrerseits angeblich ‚medizinische Hilfe‘ leisten würden. (CNN-Zitat, Anm. d. Red.)“

    Man müsste keine besonderen Kriegserfahrungen besitzen, um in all diesen ‚Zufällen‘ eine gewisse Tendenz zu sehen, betonte der Sprecher.

    Die US-geführte internationale Anti-IS-Koalition hatte zuvor Russland vorgeworfen, die SDF-Stellungen östlich des Euphrat unweit von Deir ez-Zor in der Nacht auf Samstag angegriffen und Angehörige der US-Koalitionspartner verletzt zu haben.

    Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, teilte daraufhin mit, dass das Kommando der russischen Luftwaffe die amerikanische Seite über seine Operation im syrischen Deir ez-Zor im Voraus in Kenntnis gesetzt habe. Die russische Luftwaffe greife nur vorher ausgekundschaftete und über mehrere Kanäle bestätigte Ziele in den von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, auch Daesh) kontrollierten Gebieten an, so Konaschenkow am Sonntag.

    In den letzten Tagen habe es keinerlei Aufklärungsdaten über jegliche Zusammenstöße zwischen dem IS und den bewaffneten Vertretern einer „dritten Seite“ gegeben. Daher sei es unklar, so der Sprecher, wie oppositionelle Kämpfer und Militärberater der internationalen Koalition die IS-Gebiete unbehelligt betreten gekonnt haben. Diese Frage müssten die Vertreter der internationalen Koalition selbst beantworten.

    Zuvor hatte eine kurdische Quelle gegenüber der Agentur RIA Novosti gesagt, dass sechs SDF-Mitglieder bei einem Luftschlag syrischer Kampfflugzeuge verletzt worden seien.

     

    Tags:
    Anti-IS-Koalition, Igor Konaschenkow, Euphrat, USA, Syrien, Russland
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