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    Der ukrainische Energiekonzern Naftogaz hat beim Ständigen Schiedshof in Den Haag Klage gegen Russland auf Schadenersatz eingereicht. Das Unternehmen verlangt fünf Milliarden US-Dollar wegen des Verlustes von Vermögenswerten durch die Wiedervereinigung der Krim mit Russland, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung des Konzerns.

    Zu den Klägern zählen demnach neben Naftogaz seine sechs Tochtergesellschaften Tschernomorneftegas, Ukrtransgaz, Likwo, Ukrgasdobytscha, Ukrtransnafta und Gas Ukraine. 

    Wie Naftogaz ferner mitteilt, schätzt es seine Verluste auf „etwa fünf Milliarden US-Dollar“ und wird in dem Fall durch die Kanzlei Covington & Burling LL vertreten. Ein Schiedsspruch werde gegen Ende 2018 erwartet.

    Dies ist nicht die erste Forderung des Konzerns nach Schadenersatz aufgrund der Wiedervereinigung der Krim mit Russland. Schon im Oktober 2016 hatten Naftogaz und seine Tochtergesellschaften ein Schiedsverfahren gegen Russland initiiert.

    Die Halbinsel Krim und die Stadt Sewastopol hatten sich im März 2014 mit Russland wiedervereinigt, nachdem die Krim-Bewohner per Referendum den gewaltsamen Machtwechsel im Februar 2014 in Kiew als illegal abgelehnt und für den Beitritt zu Russland mit 96,77 Prozent bzw. 95,6 Prozent gestimmt hatten.

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    Tags:
    Verlust, Aktiva, Klage, Unternehmen Ukrgasdobytscha, Naftogas, Der Schiedshof in Den Haag, Tschernomorneftegaz, Ukrtransgaz, Krim, Russland, Ukraine