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    Syrische Flüchtlinge in Deutschland (Archivbild)

    Berlin soll 80-Millionen-Euro-Zahlung an Ankara planen

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    Politik
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    Die Bundesregierung will im Oktober weitere 78,8 Millionen Euro im Rahmen des Flüchtlingsdeals an die Türkei zahlen. Dies berichtet die „Bild“-Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf die Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Grünen.

    Dadurch steigt laut dem Blatt die Summe der deutschen Zahlungen an Ankara auf 314,6 Millionen Euro. Die „Bild“ verweist darauf, dass sich die EU verpflichtet hatte, insgesamt drei Milliarden Euro an die Türkei zu zahlen. Die Gesamtsumme Deutschlands im Rahmen der Vereinbarung solle dabei 427,5 Millionen Euro betragen. 

    Am 18. März 2016 hatten Brüssel und Ankara einen Flüchtlingsdeal vereinbart. Die EU hatte der Türkei visafreies Reisen für ihre Bürger in die EU im Rahmen des Abkommens über die Rücknahme von Flüchtlingen angeboten. Laut den Verabredungen soll die Türkei illegale Flüchtlinge daran hindern, nach Europa weiterzureisen. Diejenigen, die es trotzdem nach Griechenland schaffen, werden zurückgebracht. Im Gegenzug muss die EU der Türkei drei Milliarden Euro für die Versorgung von Flüchtlingen bereitstellen und syrischer Migranten abnehmen.

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    Tags:
    Flüchtlingsdeal, Zahlungen, EU, Bild-Zeitung, Ankara, Berlin, Griechenland, Türkei, Deutschland