04:11 18 Dezember 2017
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    Polens Ex-Premier über Neuschreibung der Geschichte und Russen-Hass als Staatsdoktrin

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    Politik
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    Der ehemalige polnische Ministerpräsident Leszek Miller hat in einem Interview für RIA Novosti die heutige Politik der polnischen Regierung in Bezug auf Russland und sowjetische Denkmäler in Polen scharf kritisiert.

    Miller sagte im Interview, Russophobie sei zu einer Staatsdoktrin geworden, die die Regierung gegenwärtig umsetzte. „Das geht wahrscheinlich nicht ohne Einfluss auf das Bewusstsein der Polen, besonders der jungen Generation“, so Miller.

    Polens Ex-Premier betonte, die Politiker in Polen konzentrierten sich heute auf Differenzen, Konflikte und Streitigkeiten, statt etwas Einigendes zu finden.

    Er zweifelte auch daran, dass es einen Konsens in der polnischen Gesellschaft darüber gibt, ob die sowjetischen Denkmäler in Polen abgerissen werden sollen oder nicht. „Aber solche Vorfälle ereignen sich, und es gibt eine Tendenz zur Häufung. Aber ich werde nicht behaupten, dass die Mehrheit es gut findet. Immer, in jeder Gesellschaft gibt es Menschen, die solche Taten begehen können. In Polen lässt man Zorn durch Grabschändungen in Friedhöfen und die Zerstörung anderer Denkmäler aus und wir dürfen das nicht ignorieren“, so Miller.

    Der polnische Präsident Andrzej Duda hatte im Juli Änderungen am Gesetz zum Verbot der „Kommunismus-Propaganda“ unterzeichnet. Demnach sollen in Polen etwa 500 Denkmäler, die den „Kommunismus rühmen“, abgerissen werden.

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    Tags:
    Kritik, Doktrin, Russophobie, Leszek Miller, Russland, Polen
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