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13:03 19 September 2019
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    US-Außenminister Rex Tillerson

    Russlands UN-Botschafter erstaunt über US-Vorwürfe

    © REUTERS / Stephanie Keith
    Politik
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    Wassili Nebensja, Botschafter Russlands bei der UNO, hat die Erklärung des US-Außenministers Rex Tillerson vom Donnerstag über den angeblichen Versuch Moskaus, die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) zu schwächen, kommentiert.

    „Wir haben heute vom US-Außenminister mit Erstaunen erfahren, dass Russland auch noch das Potenzial von der IAEA schwächt“, sagte Nebensja. „Das ist für uns natürlich etwas Neues.“ Die russische Seite sei ebenso überrascht, dass die USA entschieden, das Format des UN-Sicherheitsrates nicht für die Erörterung von gemeinsamen Prinzipien der Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen zu nutzen, sondern für den Kampf gegen die Länder, die durch einzelne Mitglieder der Sicherheitsrates zu „Schurkenstaaten“ erklärt werden.

    Bei der Sitzung der UN-Vollversammlung hatte Tillerson den Ländern, die Atomwaffen entwickeln, die Länder entgegengesetzt, die auf nukleare Waffen (Ukraine, Kasachstan, Belarus) oder deren Entwicklung (Südafrika, Südkorea) verzichten. Russlands UN-Botschafter erinnerte dagegen daran, dass die Regeln der Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen bereits für die Attacken auf Saddam Hussein und Muammar Gaddafi benutzt worden seien. Das habe einige Länder in der Folge veranlasst, Atomwaffen zu entwickeln.

    „Das rechtfertigt keineswegs das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm“, so der russische UN-Botschafter. „Die Gründe, die dahinter stecken, nicht zu sehen und nicht zu verstehen ist aber auch kurzsichtig“, betonte er. Nebensja betonte, dass der Iran und Nordkorea nun verbunden seien, denn wenn sich die USA auf Atom-Deal mit Teheran verzichten würden, „wird dies zum ganz falschen Signal“ für Pjöngjang.

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    Tags:
    Attacke, Vorwurf, Massenvernichtung, Atomwaffen, UN-Sicherheitsrat, IAEA (IAEO), Wassili Nebensja, Rex Tillerson, Russland, USA