18:53 15 Dezember 2017
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    Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un (2. v. r.) begutachtet eine Atombombe

    WWF warnt Kim vor globaler Verseuchung nach Test von Wasserstoffbombe über Pazifik

    © AP Photo/ Korea News Service via AP
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    Der Test einer nordkoreanischen Wasserstoffbombe über dem Pazifik dürfte nach Expertenansicht eine radioaktive Verseuchung vor allem in Japan zur Folge haben. „Radioaktive Teilchen können auch einen beliebigen Kontinent erreichen“, erklärte Alexej Kokorin, Leiter des WWF-Klimaschutzprogramms in Russland, am Samstag in Moskau.

    „Am schwersten dürfte Japan getroffen werden, weil sich die Luftmassen in der Region hauptsächlich vom Westen gen Osten bewegen… Verstrahlt werden können auch beliebige andere Orte, je nach der Ausrichtung von Winden und Wasserströmungen.“

    Dabei erinnerte der Experte an den Super-GAU von Tschernobyl. Auch ohne Atomexplosion sei der Niedergang radioaktiver Teilchen aus dem zerstörten Reaktor beinahe weltweit registriert worden, sagte Kokorin.

    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump vor den Vereinten Nationen in New York erklärt, dass die USA Nordkorea werden vernichten müssen, sollte Pjöngjang die Vereinigten Staaten weiter bedrohen. Danach bezeichnete Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un Trumps Rede als „Wahnsinn“ und den Präsidenten selbst als „Marasmatiker“ und versprach „die härtesten Gegenmaßnahmen in der Geschichte“.

    Pjöngjangs Außenminister erklärte vor der Presse in New York, dies könnte die Erprobung der bislang stärksten nordkoreanischen Wasserstoffbombe über dem Pazifik sein.

     

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    Tags:
    Verseuchung, Test, Wasserstoffbombe, World Wildlife Fund (WWF), Alexej Kokorin, Russland, Nordkorea
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