10:31 24 November 2017
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    Quarterback Colin Kaepernick (Mitte)

    „Nehmt diesen Hurensohn vom Feld“: Trump platzt wegen Hymne-Boykott der Kragen

    © AP Photo/ Marcio Jose Sanchez, File
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    US-Präsident Donald Trump hat mit scharfen Worten Spieler der National Football League (NFL) kritisiert, die aus Protest die Nationalhymne boykottieren. Die NFL-Eigentümer forderte er auf, die Sportler einfach zu entlassen.

    Seit einiger Zeit weigern sich einige Spieler der Profiliga, sich während der Nationalhymne zu erheben. Damit protestieren sie gegen Rassismus und ungerechte Behandlung von Minderheiten in den USA.

    Für Trump gibt es offenbar nur eine effektive Lösung für das Problem: Die Spieler einfach rauszuschmeißen. Dies sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Alabama.

    „Nehmt diesen Hurensohn vom Feld, er ist gefeuert. Er ist gefeuert!“ – so sollten laut Trump die Klub-Besitzer auf den Protest reagieren.

    Den Boykott bezeichnete der US-Staatschef als „totale Respektlosigkeit“ vor dem amerikanischen Erbe und vor allem, wofür das Land stehe. 

    Laut Trump sollten auch Fans das Stadion verlassen, wenn die Spieler in die Knie gingen, statt sich zu erheben. „Ich garantiere euch, das wird dann aufhören.“

    Grund für den Hymne-Protest ist die nach aus Sicht einiger Sportler ungerechte Behandlung von Minderheiten im Land — insbesondere die Polizeigewalt gegenüber schwarzen Bürgern. Initiiert wurde die Protestbewegung von Colin Kaepernick, dem ehemaligen Quarterback der San Francisco 49ers. „Ich werde nicht aufstehen, um den Stolz für die Flagge eines Landes zu zeigen, das Schwarze und farbige Menschen unterdrückt“, begründete er im August 2016 seine Entscheidung. Später schlossen sich auch weitere Spieler dem Protest an.

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    Tags:
    Boykott, Hymne, Protest, Rassismus, Donald Trump, USA
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