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    Afghanistan President Ashraf Ghani answers questions at a news conference at Camp David, Maryland March 23, 2015

    Afghanischer Präsident: So muss man mit Trump reden - um gehört zu werden

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    Gespräche mit dem US-Präsidenten Donald Trump erfordern eine gute Vorbereitung, denn man muss ihm alles möglichst kurz und prägnant innerhalb von zwei Minuten erzählen können, erklärte am Sonntag der afghanische Präsident Aschraf Ghani dem US-Sender CNN.

    Auf die Frage des Senders, welches Bild der US-Präsident bei Verhandlungen abgibt, sagte Ghani, Trump wirke durchaus „involviert und informiert“. Er achte auf die Zeit und sei bereit, zuzuhören.

    Dennoch, eine gute Vorbereitung auf ein Gespräch mit Trump sei unbedingt nötig, um ihm alle Inhalte in möglichst kurzer Zeit und möglichst prägnant offenzulegen. Man sollte dabei nur die wichtigsten Informationen aufzählen.

    „Wenn Sie seine Aufmerksamkeit behalten wollen, sollten Sie ihm alles innerhalb von zwei Minuten mitteilen“, erklärte der afghanische Präsident.

    Es sei durchaus mit einem TV-Interview vergleichbar, wo die Gäste gebeten werden, möglichst kurz und auf den Punkt kommend zu antworten.

    „Genauso ist es auch mit Trump“, unterstrich Ghani.

    Das afghanische Staatsoberhaupt unterstrich auch, er sei wohl einer der wenigen Staatschefs weltweit, die zufrieden mit der Zusammenarbeit mit der US-Administration seien.

    Damit ginge seine Meinung mit denen der meisten amerikanischen Medien auseinander, die ihren Präsidenten teilweise als inkompetent, taktisch unklug und übertrieben gradlinig einschätzen würden.

    Der afghanische Präsident hatte sich mit seinem amerikanischen Amtskollegen letzte Woche im Rahmen der 72. UN-Vollversammlung in New York getroffen. Im Laufe des Gesprächs dankte er Trump unter anderem für die Entscheidung, das amerikanische Kontingent in Afghanistan aufzustocken.

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    Tags:
    Verhandlungen, UN, Donald Trump, Aschraf Ghani, Afghanistan, USA