00:27 15 Dezember 2018
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    Reparationen machen frei - aggressive polnische Propaganda zur Einforderungen neuer Reparationen von Deutschland

    Kaczyński: „Deutschland wird Reparationszahlungen an Polen nicht ablehnen“

    © AP Photo / Czarek Sokolowski
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    Polen hat vor, die Frage der deutschen Reparationszahlungen auf internationaler Ebene zu besprechen. Dies hat der Chef der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jarosław Kaczyński, im Interview mit der polnischen Tageszeitung „Sieci Prawdy“ bekannt gegeben.

    „Es gebe keine Rechtsgrundlage, der gemäß Deutschland unsere Forderung abweisen kann. Hier muss man nachhaltig handeln und alle Aktionen in Etappen teilen. Momentan ist es nicht die Etappe des offiziellen Auftretens des polnischen Staates, sondern die Sejm-Etappe“, sagte Kaczyński.

    Er hat daran erinnert, dass der polnische Präsident Anrzej Duda dieses Thema im Gespräch mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter-Steinmeier bereits aufgeworfen hätte. Dem PiS-Chef zufolge soll die Frage detailliert ausgearbeitet sein, um daraus ein internationales Problem zu machen und dann konkret in Aktion zu treten.

    Polen habe nicht nur menschliche, sondern auch enorme materielle Verluste im Zweiten Weltkrieg erlitten.

    „Man muss von jenen Zügen mit den geraubten Kunstwerken, Wertsachen und sogar Privatsachen der polnischen Bürgern sprechen“, sagte Kaczyński. „Das Gefühl der Straflosigkeit  bei den Okkupanten hat dazu geführt, dass diese Verbrechen massenhaft begangen wurden, aber offiziell nicht als solche gelten.“

    „Diese Menschen haben geraubt und getötet… Das alles muss beschrieben und ersetzt werden. Wir lassen es nicht zu, dass alle Grausamkeiten und Verbrechen des Zweiten Weltkriegs auf den Holocaust beschränkt werden“, betonte er.

    Zuvor hatte die polnische Regierungschefin Beata Szydło (PiS) von Deutschland erneut Zahlungen in Milliardenhöhe gefordert, und zwar mit der Begründung, dass es sich um „unfassbare Verbrechen im Zweiten Weltkrieg“ handele.

    Deutschland soll  dabei eine eigene „historische Politik“ verfolgen. Nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg hatte sich Deutschland gegenüber den Siegermächten und Nachbarländern dazu verpflichtet, materielle und finanzielle Ausgleichszahlungen zu leisten. Sowohl die östlichen (DDR) als auch die westlichen deutschen Besatzungszonen (BRD).

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    Tags:
    Kunstwerke, Verbrechen, Holocaust, Zweiter Weltkrieg, Jarosław Kaczyński, Beata Szydlo, Polen, Deutschland