22:51 05 Juli 2020
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    Aus Sicht der Partei-Vorsitzenden der Linke, Katja Kipping, wird eine mögliche Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen keine vier Jahren halten können.

    "Es ist höchst zweifelhaft, dass das über vier Jahre hält", sagte Kipping bei einer Pressekonferenz in Berlin.

    Den Koalitionsvertrag eines solchen Bündnisses bezeichnete sie als einen „schlechten Witz von Formelkompromissen". "Wir werden wahrscheinlich die schwächste Merkel-Regierung haben", so Kipping weiter.

    Die Linke will nach eigenen Angaben in der nächsten Legislaturperiode die Rolle einer "sozialen Opposition" einnehmen. "Wir werden jetzt klar Opposition für soziale und ökologische Gerechtigkeit sein", kündigte Kipping an. Spitzenkandidat Dietmar Bartsch sagte, die Linken wollten "die soziale Opposition sein ohne Wenn und Aber".

    Dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge erreichte die Union 33 Prozent (246 Mandate). Das ist das schlechteste Ergebnis für die Partei seit 1949. Die SPD kam landesweit auf 20,5 Prozent (153 Mandate) und erreichte damit ein historisches Tief. Drittstärkste Kraft wurde die AfD mit 12,6 Prozent — sie zieht somit als erste rechtsnationale Partei seit mehr als 50 Jahren in den Bundestag ein. Danach kommen die FDP mit 10,7 Prozent (80 Mandate), die Linke mit 9,2 Prozent (69 Mandate) und die Grünen mit 8,9 Prozent (67 Mandate).

     

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    Koalition, Die LINKE-Partei, Katja Kipping, Deutschland