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    Marsch in Kiew (27. Mai 2017)

    Ukraine kann eine europäische Zukunft vergessen – Ungarns Außenminister

    © AFP 2019 / Sergei Supinsky
    Politik
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    Ungarns Außenminister Peter Szijjarto hat den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko wegen seines neuen Bildungsgesetzes scharfer Kritik unterzogen. Die neuen Regeln, laut denen in der Ukraine nun ausschließlich in ukrainischer Sprache unterrichtet werden darf, seien „beschämend“.

    „Petro Poroschenko hat bislang von einer europäischen Ukraine gesprochen. Ab sofort kann er dies vergessen“, sagte Szijjarto.

    Ungarn werde alle Initiativen in den internationalen Organisationen und insbesondere in der EU blockieren, die der Ukraine Profite bringen könnten. Der Minister äußerte auch die Meinung, Kiew werde unbedingt an den Folgen des neuen Gesetzes zu leiden haben. 

    Poroschenko in einer Schule in der Ukraine
    © Foto : Petro Poroshenko/Facebook

    Das neue Gesetz, laut dem zum Jahr 2020 an den ukrainischen Schulen und Hochschulen ausschließlich auf Ukrainisch unterrichtet werden soll, werde auch die in der Ukraine lebenden Ungarn treffen. Kiew verletze mit dem neuen Gesetz die Rechte der Minderheiten, was für ein Land, das eine Annäherung mit Europa anstrebe, unannehmbar sei. 

    Poroschenko hat das neue Gesetz am 25. September unterzeichnet. 

     

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    Tags:
    Minderheiten, Verbot, Bildung, Gesetz, Sprache, Petro Poroschenko, Peter Szijjarto, Ungarn, Ukraine