05:20 14 Dezember 2019
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    Russische Langstreckenbomber vom Typ Tu-22M3 (Symbolbild)

    USA wollen russische Militärflüge begrenzen – Moskau räumt Gegenmaßnahme ein

    © Sputnik / Alexey Kudenko
    Politik
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    Fast 20 Jahre nach dem Abschluss des Vertrags über den Offenen Himmel (Open Skies) wollen die USA offenbar Teile ihres Territoriums für Beobachtungsflüge des russischen Militärs sperren. Moskau will sich das nicht gefallen lassen.

    Über die geplanten Restriktionen der USA berichtete am Dienstag das „Wall Street Journal“. Nach Angaben des Magazins werden sie für den Luftraum über Alaska und Hawaii gelten.

    Das russische Außenministerium erklärte, über diese Pläne Bescheid zu wissen: Michail Uljanow, Ressortleiter Non-Proliferation und Rüstungskontrolle, sagte zu Sputnik, die amerikanischen Restriktionen könnten am 1. Januar 2018 in Kraft treten.

    „Wir werden die Entscheidungen der amerikanischen Seite zuerst gemeinsam mit unseren Militärs studieren. Ich denke, es wird unsererseits Antwortmaßnahmen geben“, sagte Uljanow.

    Er kritisierte die amerikanische „Megaphon-Diplomatie“: „Es ist eigentlich international nicht üblich, solche Schritte in die Presse zu lancieren, noch bevor die offizielle Entscheidung gefallen ist und der Kontrahent darüber informiert wurde.“

    Der Kreml hat seinerseits zur Einhaltung des Open-Skies-Vertrags gemahnt. „Einsprüche müssen in strikter Übereinstimmung mit diesem Vertrag erhoben werden. Denn jede Seite hat bestimmte Verpflichtungen aus diesem Vertrag“, sagte Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

    Der Open-Skies-Vertrag war 1992 zur gegenseitigen Vertrauensförderung und Friedenssicherung geschlossen worden. Er erlaubt Russland, den USA und anderen Teilnehmerstaaten, gegenseitig ihre Staatsgebiete mit Militärflugzeugen zu überfliegen, um militärische Aktivitäten zu beobachten.

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    Tags:
    OH-Vertrag, USA, Russland