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15:16 14 Oktober 2019
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    Eine Schule in Kiew

    Kreml besorgt über ukrainisches Bildungsgesetz

    © Sputnik / Alexander Maximenko
    Politik
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    Das vom ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko unterzeichnete Bildungsgesetz löst laut Kremlsprecher Dmitri Peskow Besorgnis bei den Nachbarländern, darunter auch in Russland, aus. Der Kreml bewertet einige Punkte des Gesetzes als „nicht gelungen“ und „unzeitgemäß“.

    „Wir haben das gesehen, wir wissen, dass viele Punkte dieses Gesetztes auf heftige Reaktionen bei einer ganzen Reihe von Nachbarländern  gestoßen sind“, sagte Peskow am Dienstag zu Journalisten. „Selbstverständlich sind auch wir besorgt.“

    Am Montag hatte Poroschenko ein Gesetz unterzeichnet, laut dem künftig an Lehranstalten faktisch nur noch auf Ukrainisch unterrichtet werden darf. Das beudeutet eine deutliche Einschränkung für Minderheitensprachen.

    Laut Poroschenko sichert das Dokument gleiche Möglichkeiten für alle, weil jeder Abiturient ein hohes Sprachniveau in Ukrainisch haben werde, was für eine erfolgreiche Karriere notwendig sei.

    Das ukrainische Bildungsgesetz hatte zuvor in den Nachbarländern Ungarn und Rumänien Entsetzten ausgelöst. Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto hatte es eine „Schande“ genannt und Diplomaten dazu angewiesen, ukrainischen Initiativen in internationalen Organisationen ab sofort die Unterstützung zu verweigern.

    Der rumänische Präsident Klaus Johannis sagte seinerseits den für Oktober geplanten Besuch in Kiew ab.

    Laut dem beschlossenen Gesetzt sollen ab dem 1. September 2018  Kinder an den Schulen der Minderheiten nur bis zur vierten Klasse hauptsächlich in ihrer Muttersprache unterrichtet werden dürfen. Danach soll die Unterrichtssprache Ukrainisch sein, die Minderheitensprachen sollen als getrenntes Fach unterrichtet werden. Ab dem 1. September 2020 soll der Unterricht komplett auf Ukrainisch stattfinden.

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    Tags:
    Bildung, Gesetz, Petro Poroschenko, Rumänien, Ungarn, Ukraine, Russland