04:43 06 Dezember 2019
SNA Radio
    Irakische Kurden feiern wegen des kommenden Referendums zur Unabhängigkeit

    Erdogan droht irakischen Kurden mit Hunger

    © REUTERS / Azad Lashkari
    Politik
    Zum Kurzlink
    71820
    Abonnieren

    Als Reaktion auf das Unabhängigkeitsreferendum hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den Kurden-Gebieten im Irak mit Hunger und Ölembargo gedroht, wie die Nachrichteagentur Reuters am Dienstag meldet.

    „Sie werden in Not geraten, sobald wir Sanktionen einführen. Das Ende wird kommen, wenn wir den Ölhahn zudrehen“, sagte Erdogan in Ankara. „Alle Einkommen werden somit gestoppt, sie werden nichts zu essen bekommen, sobald unsere Lkws nicht mehr in den Nordirak fahren“. 

    Israel, das das Referendum unterstützte, werde den Kurden auch nicht helfen können, wenn die Nachbarländer dem Irakischen Kurdistan eine Wirtschaftsblockade erklären. Erdogan zweifelte auch daran, dass Israels Unterstützung den Kurden helfen werde, einen eigenen Staat zu bekommen. Dabei verwies er auf Kosowo, das immer noch nicht ein Staat geworden sei, „obwohl es von Dutzenden Staaten anerkannt wurde“. Erdogan betonte jedoch, dass Ankara eine „friedliche Lösung“ des Problems anstrebe und hoffe, dass keine Einschränkungsmaßnahmen gegen die Kurden-Gebiete erforderlich sein werden. 

    Im Irakischen Kurdistan hat am vergangenen Montag ein Unabhängigkeitsreferendum stattgefunden, das sowohl in Bagdad als auch in vielen anderen Ländern Kritik ausgelöst hat.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Referendum in Kurdistan: Was sich die USA erhoffen
    Referendum in Kurdistan: Erdogan will Grenze dichtmachen
    Kurdistan-Referendum: Größtes Volk ohne Staat stimmt über Unabhängigkeit ab
    Warum plädiert Israel für Gründung von unabhängigem Kurdistan?
    Tags:
    Unabhängigkeit, Referendum, Drohungen, Ölembargo, Hunger, Recep Tayyip Erdogan, Türkei, Kurdistan, Irak