13:43 19 Juni 2019
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    russische Soldaten in Syrien (Archivbild)

    Vizeminister nennt Hauptproblem russischer Waffen in Syrien – und lobt Trümpfe

    © AP Photo / Russian Defense Ministry Press Service
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    Der Syrien-Einsatz hat manche Mängel russischer Militärtechnik aufgedeckt, sie werden aber möglichst schnell behoben, wie Russlands stellvertretender Verteidigungsminister Juri Borissow in einem Interview mit der Wochenzeitung „WPK“ betonte. Ansonsten lobte er die Effizienz der eingesetzten Waffensysteme – mit konkreten Beispielen.

    „Der Syrien-Konflikt hat den russischen Waffen tatsächlich kräftige Entwicklungsimpulse  gegeben. Der Kampfeinsatz ist ein Härtetest für alle Typen von Technik – er ermöglicht, innerhalb kürzester Zeit sowohl Nach- als auch Vorteile von Militärtechnik und Waffensystemen aufzudecken“, sagte Borissow.

    Er konkretisierte: „Die wichtigste aufgedeckte Problemfrage ist die Zuverlässigkeit einzelner Bestandteile von Waffensystemen, Militärtechnik und speziellem Gerät. In erster Linie geht dies auf die komplizierten Klimaverhältnisse in Syrien zurück.“

    „Obwohl die an Waffen und Militärtechnik gestellten Standardanforderungen in Sachen Einsatzbedingungen die Möglichkeit eines Einsatzes in praktisch allen Klimazonen berücksichtigen, ist es unmöglich, alles auf Versuchsgeländen zu überprüfen. In dieser Richtung wird ununterbrochen weitergearbeitet – alle aufgedeckten Mängel werden möglichst schnell behoben“, so der Vizeminister.

    Praktisch alle aktuellen Neuentwicklungen wurden laut Borissow unter Kampfbedingungen in Syrien getestet: „Vertreter der Industrie registrierten in Echtzeit alle Mängel, nahmen Korrekturen vor und haben eine kolossale Nacharbeit geleistet, um jenen Anforderungen zu entsprechen, die uns recht sind.“

    Im Hinblick auf neue Trümpfe würdigte Borissow insbesondere die Ziel- und Navigationsvorrichtung SWP-24: „Damit lösten Frontbomber des Typs Su-24 Aufgaben im Sinne von hochpräzisen Treffern mit herkömmlicher Munition.“

    „Die neuen Kampfjets Su-30, Su-34 und Su-35 bewährten sich ausgezeichnet – sie werden von Piloten ausschließlich positiv bewertet. Wie die Praxis zeigte, sind diese Maschinen ihren ausländischen Pendants in vielerlei Hinsicht überlegen“, sagte der Vizeminister. 

    Auch der Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ konnte laut Borissow seine Kampffähigkeit und Effizienz unter Beweis stellen – mitgeführte Kampfhubschrauber des Typs Ka-52K wurden dabei erfolgreich getestet und die Kampfjets Su-33 und MiG-29K erstmals im Kampf eingesetzt.

    Der Vizeminister lobte auch die Effizienz russischer Präzisionswaffen großer Reichweite. Wie er erläuterte, geht es dabei um den Einsatz seegestützter Marschflugkörper des Typs Kalibr und luftgestützter Marschflugkörper des Typs Kh-101: „Die Ergebnisse ihres Einsatzes haben die einkalkulierten hohen Parameter bestätigt.“

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    Tags:
    Waffen, Entwicklung, Technik, Krieg, Juri Borissow, Russland, Syrien