20:44 17 Dezember 2017
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    „Für alle Fälle“: Schweden erhöht Militärbudget

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    Schweden erwartet keinen Militärangriff, erhöht aber „für alle Fälle“ das Militärbudget. Das hat der schwedische Botschafter in Moskau, Peter Ericson, der Agentur RIA Novosti mitgeteilt.

    Die Regierung Schwedens stellte ihm zufolge eine Erhöhung des Militäretats auf 2,7 Milliarden Kronen (umgerechnet 334 Millionen Dollar) ab. Die Änderungen betreffen die Zeitspanne der Jahre 2018 bis 2020. Die 2010 aufgehobene allgemeine Militärpflicht soll mit 1. Januar 2018 wiedereingeführt werden.

    „Das ist nicht, weil wir eine konkrete Attacke erwarten … Wir müssen Maßnahmen treffen, damit wir uns verteidigen können, falls es nötig wird“, so der Botschafter.

    Demnach wurde die „Lage vor allem im Sicherheitsbereich in Europa“ nach den Ereignissen im Osten der Ukraine schlimmer, Schweden ergreift Maßnahmen, wie „alle anderen europäischen Länder und manche Organisationen“.

    „Wir erwarten natürlich keinen Angriff, weder seitens der USA, noch aus Norwegen oder Dänemark. Aber auch aus Russland nicht. Das ist nicht wegen einer konkreten Bedrohung, sondern für alle Fälle“, betonte Ericson.

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    Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 eine Militäroperation gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Lugansk und Donezk gestartet, die nach dem Umsturz im Februar 2014 in Kiew ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Nach jüngsten Angaben der Uno hat der Konflikt bisher rund 10 000 Menschenleben gefordert.

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    Tags:
    Militärbudget, Militär, RIA Novosti, Peter Ericson, Schweden, Russland, Dänemark, Norwegen, USA
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