14:00 18 Dezember 2017
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    Präsentation moderner Militärtechnik russischer Armee bei Waffenexpo Army-2016 (Archivbild)

    „Zukunftsträchtige Technologien“: Waffen, die Russland bald in Dienst stellen will

    © Sputnik/ Ewgenij Bijatow
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    Neuartige Kampfjets, Kampffahrzeuge und Atom-U-Boote – all dies sollen die russischen Streitkräfte bald erhalten, wie der stellvertretende Verteidigungsminister Juri Borissow bestätigte. Er versprach Vorteile gegenüber ausländischen Pendants.

    Borissow sagte der Wochenzeitung „WPK“, es sei in den nächsten Jahren geplant, modernste Waffensysteme auf der Grundlage postsowjetischer Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Dienst zu stellen. „Zukunftsträchtige Technologien und innovative Werkstoffe“ seien dabei verwendet worden. Der neue Kampfjet Su-57 (früher bekannt als T-50) sei de facto zur Serienproduktion bereit:

    „Das Flugzeug hat eine Reihe taktischer und flugtechnischer Parameter bestätigt, die wir von ihm erwarten. Diesen Herbst soll der erste Su-57-Flug mit neuen Triebwerken stattfinden, die eine Überschall-Marschgeschwindigkeit ermöglichen sollen.“ 

    Die erste Phase des Su-57-Testprogramms nähere sich derzeit ihrem Ende, die zweite stehe noch bevor. Das Verteidigungsministerium plane einen Liefervertrag mit dem Hersteller, wonach die ersten Maschinen im Jahr 2019 geliefert werden sollen, hieß es. 

    Der Vizeminister lobte auch die neue Militärtechnik, die das Heer erhalten soll, darunter den Panzer T-14 Armata, den Schützenpanzer Kurganez-25 und den Mannschaftstransporter Bumerang: „Im Unterschied zu den besten ausländischen Pendants ist bei ihnen der Schutz vor allen gegenwärtigen Panzerabwehrwaffen gewährleistet.“

    Diesen russischen Kampffahrzeugen mit typoffenen Fahrwerken stünden auch elektronische Waffen- und Navigationssysteme zur Verfügung, um Aufgaben zu erfüllen, vor die der jeweilige Verband echtzeitnah gestellt werde, hieß es weiter.  

    Die Armee rechne auch mit „grundsätzlich neuen“ bodengestützten Systemen der elektronischen Kampfführung wie Palantin, Diwnomorje und Tirada-2S. Im Vergleich zu den bestehenden russischen und ausländischen Pendants hätten sie eine größere Reichweite und seien in der Lage, mehr Ziele zeitgleich elektronisch zu erkunden und niederzuhalten: „Sie sind durch die Möglichkeit gekennzeichnet, gezielt Störungen zu senden, aber auch durch eine maximal automatisierte Steuerung.“

    Die Kriegsmarine soll laut Borissow modernsieirrte Atom-U-Boote des Projekts Jassen-M mit Marschflugkörpern bekommen – das Typschiff wird voraussichtlich im Jahr 2019 zur Verfügung gestellt.

    Unterdessen laufen nach Angaben des Vizeministers bereits Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Rahmen des Projekts Chaska – ein atomgetriebenes Mehrzweck-U-Boot der 5. Generation soll dabei zustande kommen: „Seine konstruktiven Besonderheiten in Kombination mit neuen Waffensystemen sollen die Überlegenheit unserer Kriegsflotte über jeden Gegner im Weltmeer sichern.“

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    Tags:
    Technik, Armee, Su-57, Jassen (U-Boot), T-14-Panzer, Verteidigungsministerium Russlands, Juri Borissow, Russland
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