04:24 18 Dezember 2017
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    UN-Friedenstruppen (Archivbild)

    Diplomaten Russlands und Deutschlands erörtern mögliche Blauhelmmission in Ostukraine

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    Politik
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    Russlands Vizeaußenminister Grigori Karassin und der deutsche Botschafter in Moskau, Rüdiger von Fritsch, haben am Donnerstag die Idee einer Blauhelmmission im Donbass im Osten der Ukraine erörtert. Das teilte das russische Außenamt nach der Unterredung mit.

    „Dem deutschen Diplomaten wurden russische Einschätzungen der Lage im Osten der Ukraine im Hinblick auf die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen dargelegt. Viel Raum nahm dabei die Initiative des russischen Präsidenten (Wladimir Putin) ein, eine UN-Mission zum Schutz der Beobachtermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) im Südosten der Ukraine zu entsenden“, hieß es in Moskau.

    Karassin informierte von Fritsch auch über das Herangehen Russlands an die Beziehungen zu Moldawien und an die Beilegung des Transnistrien-Konflikts. Erörtert wurde auch die Lage in Zentralasien.

    Zuvor hatte Präsident Putin erklärt, dass er die Idee der Entsendung von UN-Blauhelmen in die Ukraine unterstützt, die aber ausschließlich OSZE-Beobachter werden zu schützen haben und sich nur an der Trennlinie aufhalten sollten. Putins Sprecher Dmitri Peskow zufolge ist die Position Russlands zu diesem Problem flexibel genug.

    Dagegen plädiert Kiew für ein umfassenderes Mandat der UN-Mission, die auf dem gesamten Territorium des Donbass bis hin zur russischen Grenze stationiert werden sollte. UN-Generalsekretär Antonio Guterres erklärte in einer Stellungnahme zur Idee der UN-Mission, dass die Vereinten Nationen alles in ihren Kräften Stehende zur Beilegung der Ukraine-Krise tun werden, sollten sich die Seiten auf den Modus der Mission einigen.

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    Tags:
    UN-Blauhelmmission, Idee, Diskussion, Rüdiger von Fritsch, Grigori Karassin, Deutschland, Russland, Ukraine
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