19:28 16 Dezember 2017
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    Russisches Open-Sky-Beobachtungsflugzeug Tu-214OS (Archiv)

    Open Sky: Moskau kürzte Flüge über Kaliningrad wegen Gefahr für Zivilluftfahrt

    © Sputnik/ Maxim Bogodvid
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    Russland hat sich gezwungen gesehen, die vom Vertrag über den Offenen Himmel (Open Sky) vorgesehenen Flüge über dem Gebiet Kaliningrad zu kürzen. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, führte die Entscheidung darauf zurück, dass Flüge der USA und der NATO den Betrieb des Zivilflughafens Kaliningrad gestört hatten.

    „Die Entscheidung Moskaus verstößt nicht gegen den Vertrag“, betonte sie am Donnerstag in Moskau.

    Zuvor hatte Washington Moskau vorgeworfen, die Flugweite über Kaliningrad eigenwillig gekürzt zu haben, was die Effektivität der Beobachtungen beeinträchtige.

    „In Wirklichkeit ist alles einfacher: Einige unsere Partner, die berechtigt sind, jeweils bis zu 5.500 Kilometer über dem russischen Gebiet zurückzulegen, setzten ihre Maschinen hauptsächlich über dem Gebiet Kaliningrad ein. Das schuf in dem ohnehin schon engen Luftraum über dem Gebiet Probleme bei der Arbeit des internationalen Flughafens von Kaliningrad“, sagte Sacharowa. 

    US-amerikanischer strategischer Bomber B-52. Archivfoto
    © Foto: U.S. Air Force / Marianique Santos
    Alle Versuche, das Problem zu lösen, seien fehlgeschlagen. „Deshalb sahen wir uns gezwungen, die maximale Flugweite über Kaliningrad auf 500 Kilometer zu reduzieren, während die Gesamtlänge der Überwachungsflüge bei 5.500 Kilometern unverändert blieb“, betonte die Sprecherin.

    Der Open-Sky-Vertrag war am 24. März 1992 in Helsinki von 23 Mitgliedsländern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) unterzeichnet worden. Russland ratifizierte das Dokument im Mai 2001. Beobachtungsflüge über dem Territorium jeweiliger Länder haben zum Ziel, militärische Aktivitäten zu kontrollieren.

     

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    Tags:
    Kürzung, Flugweite, Open-Sky-Vertrag, Maria Sacharowa, Kaliningrad, USA, Russland
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