17:33 16 Dezember 2017
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    Russische Piloten in SyrienRussische Piloten auf dem Luftstützpunkt Hmeimin in Syrien

    “Heldenhafte Arbeit”: Militärexperte bewertet Einsatz russischer Luftwaffe in Syrien

    © Foto: Russlands Verteidigungsministerium © Foto: Russian Defence Ministry
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    Die syrische Armee hat sieben weitere Ortschaften in der Provinz Homs vom IS befreit. Die erneute Offensive der syrischen Regierungstruppen in Homs erfolgte mit massiver Unterstützung durch die russische Luftwaffe. Der Militärexperte Andrej Koschkin erklärt, warum die Erfolge der syrischen Armee ohne die massive Luftunterstützung unmöglich wären.

    Die syrische Regierungsarmee (SAA) hat mit Hilfe der russischen Luftunterstützung weitere 50 Quadratkilometer des Landesterritoriums befreit und solche Städte wie Um-El-Sus, Al-Harafisch und Al-Raq komplett von den IS-Terroristen gesäubert.

    Dieser Erfolg wäre allerdings ohne die „intensive, all-umfängliche und heldenhafte Arbeit“ der russischen „Luft- und Weltraumkräfte“ (VKS) nicht möglich gewesen, erklärt Andrej Koschkin, Leiter des Lehrstuhls für Politikwissenschaft und Soziologie an der Russischen Wirtschaftsuniversität.

    Der Experte bewertet die russischen Luftschläge als Schlüsselbeitrag zum rapiden Vorstoß der syrischen Armee.

    Russische Luftschläge im Video:

    Für ein tieferes Verständnis der Rolle der russischen Piloten in dem Konfliktverlauf sei es notwendig, den Konflikt retrospektiv zu betrachten, so Koschkin weiter.

    Russland habe erst am 30. September 2015 in den Konflikt eingegriffen. Zuvor habe gegen den IS dagegen die US-geführte Koalition aus mehr als 60 Ländern gekämpft.

    „Ihre Handlungen haben aber zu gegensätzlichen Resultaten geführt – die Terrorgruppe expandierte immer weiter und wurde immer stärker“, erklärt der Experte.

    Die Situation sei kurz vor Moskaus Eintritt in den Krieg so kritisch gewesen, dass eine direkte Bedrohung für das offizielle Damaskus bestanden habe.

    Dies habe den syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad dazu verleitet, völlig legitim und im Einklang mit allen völkerrechtlichen Normen Russland offiziell um militärischen Beistand zu bitten.

    Die russische Luftwaffe, die danach in Hmeimim stationiert worden sei, habe entscheidend den Verlauf des Konfliktes verändert.

    „Mit Hilfe der Unterstützung durch Russlands VKS wurden alle Routen für Waffenlieferungen, Finanzströme und den Öl-Schmuggel gekappt, die von den Terroristen genutzt wurden“, betont Koschkin.

    Nicht nur mit Kampfjets, sondern auch mit Kapfhubschraubern unterstützt Russland die syrische Armee:

    Genau dies sei zur Basis für die darauffolgenden Erfolge der syrischen Armee geworden, wie etwa die Befreiung von Aleppo, Palmyra und Deir ez-Zor.

    U-Boot „Weliki Nowgorod“ feuert Kalibr-Marschflugkörper ab
    © Sputnik/ Verteidigungsministerium Russlands
    Nach Ansicht von Koschkin muss nun das Hauptziel darin bestehen, die Ölfelder des Landes vom IS endgültig zu befreien.

    Der Experte zieht das Fazit, dass die restlichen 10 Prozent des syrischen Territoriums, die noch im Besitz der Terrororganisation sind, in Kürze befreit werden könnten, allerdings nur mit Hilfe der russischen Piloten, die ihre professionelle und äußerst „heldenhafte Arbeit“ fortsetzen sollten.

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    Tags:
    Kampf gegen den Terror, Bürgerkrieg, Luftangriffe, IS, Russische Luftwaffe, Syrien, Russland
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