19:18 02 April 2020
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    Vertreter von Twitter sind bei den geschlossenen Anhörungen im Aufklärungskomitee des US-Senats im Rahmen der Ermittlung zur angeblichen Einmischung Moskaus in die US-Präsidentschaftswahlen aufgetreten.

    In seiner Pressemitteilung gibt Twitter bekannt, dass 450 im Rahmen der Ermittlung erwähnten Facebook-Accounts überprüft worden seien. 22 davon sollen mit den Twitter-Accounts verbunden gewesen sein. Das Unternehmen habe sie blockiert – „vor allem für die Verletzung der Spam-Verbote“.

    Restriktive  Maßnahmen seien zudem auch gegen weitere 179 Accounts, die mit den ersten 22 in Verbindung standen, getroffen worden. Keiner davon sei auf Twitter als Werbung registriert gewesen.

    Twitter gab auch bekannt, dass der russische TV-Sender, den US-Geheimdienste für einen „Einflussagent“ der russischen Regierung halten, mehr als 274.000 Dollar über die Accounts @RT_com, @RT_America und @ActualidadRT für Werbung in den USA ausgegeben haben soll. Twitter gibt jedoch zu, dass RT seine Werbung vor allem für die eigenen Nachrichtenbeiträge gemacht habe. In der öffentlichen Version des Twitter-Berichts sind zudem veraltete und ungenaue Angaben über RT enthalten. Dabei fehlen zudem jegliche Beweise für die „Einmischung“ des Senders in die Wahlen.

    Unter den Verbrechern enthüllte Twitter auch keine User aus Russland.

    Daraufhin erklärten die Senatoren Mark Warner und Adam Schiff, dass die sozialen Netzwerke unzureichende Bemühungen bei der Suche nach den Spuren der russischen angeblichen „Einmischung“ unternommen hätten.

    Die Chefredakteurin von Sputnik und RT, Margarita Simonjan sagte dazu: „Twitter veröffentlichte schreckliche Informationen im Kongress – wir gaben Gelder für die eigenen Werbekampagnen aus. Wie dies alle normalen Mediaorganisationen in der Welt tun“. Ihr zufolge konnte man in RT kaum ahnen, dass „in der entwickelten Demokratie Werbung von Massenmedien als verdächtiges und schädigendes Vorgehen erscheinen kann“.     

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    Tags:
    Beweise, Werbung, Verbot, Twitter-Account, Einmischung, RT, US-Senat, Twitter, Margarita Simonjan, USA, Russland