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    Moskau trifft Gegenmaßnahmen – falls USA Himmel für russische Flugzeuge schließen

    © Foto: Russlands Verteidigungsministerium
    Politik
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    Moskau wird adäquate Gegenmaßnahmen ergreifen, falls Washington die Beobachtungsflüge der russischen Luftstreitkräfte über den USA im Rahmen des Vertrags über den Offenen Himmel (Open Sky) beschränken sollte. Das teilte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, mit.

    „Wir bewerten sie (die US-Beschränkungsmaßnahmen – Anm. d. Red.), unter anderem auch ihre Entsprechung dem Vertrag. Wir bewerten sie und entscheiden über adäquate Schritte“, betonte Sacharowa.

    Ihr zufolge sei der Zweck der US-Vorwürfe gegen Russland, „die Aufmerksamkeit von wirklich ernsthaften Fällen von Vertragsverletzungen seitens der USA selbst, ihrer Verbündeten und Schützlinge abzulenken“.

    „Solche Fälle hat es nicht wenig gegeben“, schloss die Diplomatin. 

    Zuvor sah sich Russland gezwungen, die vom Vertrag über den Offenen Himmel (Open Sky) vorgesehenen Flüge über dem Gebiet Kaliningrad zu kürzen, weil Flüge der USA und der NATO den Betrieb des Zivilflughafens Kaliningrad gestört hatten und alle Versuche, das Problem zu lösen, fehlgeschlagen gewesen waren.

    Mehr zum Thema: „Offener Himmel“: Russland zu keinen Zugeständnissen an USA bereit

    „Die Entscheidung Moskaus verstößt nicht gegen den Vertrag“, betonte damals Maria Sacharowa.

    Der Open-Sky-Vertrag war am 24. März 1992 in Helsinki von 23 Mitgliedsländern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) unterzeichnet worden. Russland ratifizierte das Dokument im Mai 2001. Beobachtungsflüge über dem Territorium der jeweiligen Länder haben zum Ziel, militärische Aktivitäten zu kontrollieren.

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    Tags:
    Vertrag, Militär, Flugzeug, Vertrag über den Offenen Himmel (Open Skies), Maria Sacharowa, Kaliningrad, Russland, USA