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    An estelada flag (Catalan separatist flag) hangs from a balcony, next to a green traffic light, in Barcelona, Spain, October 27, 2015

    „Absoluter Quatsch“ – Experte zu angeblicher Einmischung Russlands in Katalonien

    © REUTERS / Albert Gea
    Politik
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    Die Behauptungen über die angebliche russische Einmischung in die Situation mit dem Katalonien-Referendum sind laut dem Politikexperten Alexej Martynow absurd und eine westliche Mode, der nun auch Spanien folgt.

    Die Zeitung „El País“ hat zwei Beiträge veröffentlicht, in denen sie einigen russischen Medien – darunter RT, Sputnik und RIA Novosti – nicht objektive Berichterstattung über die Ereignisse in Katalonien vorgeworfen hat. Die Autoren schrieben, dass „der Apparat für die Verbreitung von falschen Nachrichten“, die Russland angeblich für die Schwächung der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union eingesetzt hatte, nun wohl im vollen Gang auch in Katalonien gestartet sei.

    "Erstens – das ist absoluter Quatsch. Zweitens – wissen Sie – das ist so ein westlicher Modetrend, der bekanntlich hinter dem Ozean entstanden ist. Eine Reihe von europäischen Länder will in diesem Trend irgendwie bleiben“, so Martynow. Spanien wolle auch in diesem Mainstream sein.

    Dieser Modetrend sei eher nicht nur für Spanien selbst, sondern für globale Medien in der Welt typisch.

    Der spanische Botschafter in Russland Ignacio Ybanez hat am Donnerstag gesagt, dass es keine Bestätigung für eine so genannte „russische Spur“ bei der angeblichen Unterstützung der Seiten, die dem Katalonien-Referendum gewidmet seien, gebe. Der russische Botschafter in Spanien, Juri Kortschagin, erklärte am Mittwoch, einige spanische Medien versuchten, die Schuld für den Prozess in Katalonien dem Kreml in die Schuhe zu schieben. In den Texten solcher Medien seien verschiedene Quellen und Behauptungen in einen Topf geworfen worden: WikiLeaks, Bots, Beschuldigungen der angeblichen Wahleinmischung anderer Länder gegenüber Russland. Diesen Behauptungen widersprach Kortschagin. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte zuvor geäußert, die Situation mit dem Referendum in Katalonien sei eine innere Angelegenheit Spaniens, und Russland halte es für unmöglich, sich darin irgendwie einzumischen.

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    Tags:
    russische Spur, Falschmeldung, RIA Novosti, Sputnik, RT, EL Pais, Dmitri Peskow, Juri Kortschagin, Ignacio Ybanez, Russland, Katalonien, Spanien