06:44 27 April 2018
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    Hinter „Schallattacken“ auf US-Diplomaten in Kuba soll drittes Land stecken – Medien

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    Die USA ermitteln weiter bezüglich der „akustischen Attacken“ gegen amerikanische Diplomaten auf Kuba. Eine der Versionen: Hinter den Attacken steht ein „drittes Land“, das dadurch die kürzlich wiederhergestellten Beziehungen zwischen den USA und Kuba zerstören will, schreibt „The Washington Post“.

    „Wer immer das macht, versucht offensichtlich den Prozess der Normalisierung zwischen den USA und Kuba zu stören“, sagte der demokratische Senator Patrick Leahy.

    Die Schall-These sei aber dem Blatt zufolge ein Verdacht neben anderen, auch ein Virus oder eine Vergiftung wären denkbar. „Wir wissen nicht, wer für die Attacken verantwortlich ist und wir kennen auch nicht die Ursache“, so US-Außenminister Rex Tillerson.

    Am 27. September hatte sich Tillerson mit seinem kubanischen Amtskollegen Bruno Rodríguez Parrilla getroffen, um über die angeblichen Attacken zu sprechen. Dem Sender zufolge hat Havanna beim Treffen jedoch erneut alle Vorwürfe zurückgewiesen. Der Außenminister der Republik habe erklärt, dass „die kubanische Regierung nie Angriffe auf Diplomaten verübt“ und es nie zugelassen habe, dass dritte Personen ihr Territorium für die Durchführung solcher Attacken missbraucht hätten.

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    Parrilla soll Tillerson zudem versichert haben, bislang keine Beweise für die Gründe der gesundheitlichen Probleme gefunden zu haben, von denen die amerikanischen Diplomaten berichten.

    Zuvor war berichtet worden, dass die US-Diplomaten, die angeblich einer „akustischen Attacke“ auf Kuba ausgesetzt gewesen sein sollen, an teilweisem Hörverlust sowie an Rede- und Gedächtnisproblemen leiden würden.

    Im August dieses Jahres hatte das US-Außenministerium mitgeteilt, dass Mitarbeiter der US-Botschaft in Havanna einer „akustischen Attacke“ ausgesetzt gewesen seien. Die kubanischen Behörden weisen jegliche Beteiligung an den genannten Zwischenfällen entschieden zurück.

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    Tags:
    Botschaft, Diplomaten, Rex Tillerson, Kuba, USA