20:58 23 April 2018
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    Präsident der Türkei, Recep Tayyip Erdogan (Archivbild)

    Erdogan: „Die Kurden werden für das Unabhängigkeitsreferendum bezahlen“ – Medien

    © AP Photo / Presidential Press Service
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hält das Unabhängigkeitsreferendum der irakischen Kurden für eine Gefahr für die Stabilität in der Region. Als Reaktion hat Erdogan der Administration des irakischen Kurdistans mit Strafmaßnahmen gedroht, wie die türkische Zeitung Hürriyet berichtet.

    Bei einem Auftritt in der Provinz Erzurum am Samstag erklärte das türkische Staatsoberhaupt das Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Irak für eine Gefahr für die Türkei, die eine konsequente Reaktion erfordere.

    „Die regionale Administration des nördlichen Iraks hat einen Schritt unternommen, ohne dabei an unser Land zu denken, das ihnen sehr lange Zeit Hilfe geleistet hatte. Deshalb werden sie dafür bezahlen müssen“, sagte Erdogan.

    Laut dem türkischen Präsidenten entsteht durch dieses Referendum „kein unabhängiger Staat, sondern eine neue Wunde in der Region.“

    Zudem erinnerte er an die Rechte der Turkvölker und der Araber in der Region, die regelmäßig verletzt werden würden. Das kurdische Unabhängigkeitsreferendum habe die Interessen dieser ethnischen Minderheiten in keinerlei Weise berücksichtigt.

    „Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Nachbarländern, mit dem Irak und dem Iran, und sind auf alle negativen Konsequenzen vorbereitet“, fügte der Präsident hinzu.

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    Tags:
    Unabhängigkeitsreferendum, Recep Tayyip Erdogan, Nahost, Kurdistan, Irak, Türkei
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