16:50 22 November 2019
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    Start einer Iskander-Rakete bei dem Manöver Zapad 2017 im Gebiet Leningrad

    Russland zeigte bei Manöver „Zapad 2017“ neueste Waffen – National Interest

    © Foto : Russian Defence Ministry
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    Bei den Militärübungen „Zapad 2017“ hat Russland „technische Innovationen“ demonstriert, wie der Analyst Nicholas J. Myers in seinem Artikel für das US-Militärmagazin „The National Interest“ schreibt.

    Eine besonders hohe Einschätzung gibt der Autor demnach den taktischen Raketenkomplexen „Iskander“, den Küstenschutz-Raketenkomplexen „Bal“ sowie den Fla-Raketenkomplexen S-400 „Triumf“.  In der Liste „echter technischer Innovationen“ nennt „The National Interest“ auch die vervollkommneten Systeme der radioelektronischen Aufklärung, insbesondere Drohnen, aber ebenso Systeme, die das satellitengestützte russische Navigationssystem GLONASS nutzen.

    Die „Iskander“-Komplexe seien auf dem Übungsgelände Luschskij, dem nördlichsten der Gebiete, wo die Manöver stattfanden, demonstriert worden. Zusammen mit den taktischen Raketenkomplexen habe man dort auch die „Totschka-U“-Raketen eingesetzt.

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    Wie Myers schreibt, seien die Küstenschutz-Raketenkomplexe „Bal“ in den letzten beiden Jahren in den russischen Marine-Stützpunkten im ganzen Land stationiert worden. Die Militärübungen „Zapad 2017“ hätten ohne sie nicht auskommen können, merkt der Analyst an. „Bal“ sei bei den Militärübungen am 19. September zum Einsatz gekommen.

    Die Militärübungen „Zapad 2017“ haben auf dem Territorium Weißrusslands und Russlands vom 14. bis 20. September stattgefunden. Den Verlauf dieser Manöver verfolgten etwa 100 ausländische Militärattachés.

    Die Militärübungen führten zu mehreren Vorwürfen Moskau gegenüber. Insbesondere habe der ukrainische Generalstabschef Armeegeneral Viktor Muschenko erklärt, Russland hätte nach dem Abschluss der Übungen einen Teil seiner Truppen nicht aus Weißrussland abgezogen.

    Das russische Außenministerium hatte zuvor die mit dem Manöver „Zapad 2017“ verbundenen Erklärungen der Nato als unbegründet bezeichnet. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, wies seinerseits die Vorwürfe in Bezug auf eine ungenügende Transparenz der Manöver zurück und bezeichnete die „Anheizung  der Leidenschaften“ um sie als eine Provokation.

    Der Pressesprecher der russischen Botschaft in den USA, Nikolai Lachonin, merkte später an, dass sich die in den westlichen Ländern im Zusammenhang mit diesen Manövern verbreiteten Katastrophenszenarien nicht bewahrheitet hätten und die Manöver maximal transparent gewesen wären.

     

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    Tags:
    Waffen, Manöver "Zapad 2017", Russland