16:02 22 November 2019
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    Korea-Krise: USA schicken Flugzeugträgerverband an die Küste Nordkoreas

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    Das Pentagon wird Mitte Oktober einen Flottenverband um den nukleargetriebenen Flugzeugträger USS Ronald Reagan zur Ostküste Nordkoreas schicken, um an einem gemeinsamen Flottenmanöver mit südkoreanischen Kriegsschiffen teilzunehmen. Dies erklärte eine anonyme Quelle aus dem südkoreanischen Verteidigungsministerium.

    „Wir führen Konsultationen mit den USA bezüglich des Einsatzplanes des Flugzeugträgerverbandes unter Führung des nukleargetriebenen Flugzeugträgers ‚Ronald Reagan‘ im Ostmeer (Japanisches Meer – Anm.d.Red.) um den 15. Oktober durch“, erklärte der südkoreanische Militärsprecher.

    Die „Ronald Reagan“ soll von mehreren Kriegsschiffen begleitet werden, die ihrem Schiffsverband angehören, der auf dem Flottenstützpunkt in der japanischen Stadt Yokosuka stationiert ist.

    Dem Verband gehört unter anderem ein Raketenkreuzer an, der über das Raketenabwehrsystem Aegis verfügt, welches in der Lage ist, nordkoreanische ballistische Raketen abzufangen.

    Zum Schiffsverband gehört  auch ein Atom-U-Boot, das mit Marschflugkörpern der „Tomahawk“-Klasse ausgerüstet ist.

    Während des gemeinsamen Manövers sollen amerikanische und südkoreanische Flottenverbände die Erkennung, Verfolgung und Vernichtung nordkoreanischer ballistischer Raketen üben.

    Unterdessen teilte ein Vertreter der US-Streitkräfte in Südkorea mit, dass das genaue Datum des Eintreffens des Flugzeugträgerverbandes vor der Ostküste Nordkoreas noch nicht feststehe.

    „Wahrscheinlich wird er (der Flugzeugträger „Ronald Reagan“ – Anm.d.Red.) an den Manövern am 20. Oktober teilnehmen. Der endgültige Zeitplan ist noch nicht festgelegt, alles hängt von der Situation ab“, betonte der US-Militärsprecher.

    Darüber hinaus sei geplant, dass der Flugzeugträger den südkoreanischen Hafen Busan anläuft.

    Die südkoreanischen Medien wiesen darauf hin, dass die kommenden Marine-Manöver vor dem Hintergrund der rapiden Eskalation der Lage rund um die koreanische Halbinsel stattfinden werden.

    Die Eskalation sei vor allem auf die nordkoreanischen Atom- und Raketentests zurückzuführen.

    Nordkorea hatte am 30. September mehrere „interkontinentale ballistische“ Raketen aus dem Entwicklungszentrum für Raketentechnik in Pjöngjang zu den Startpositionen herausgefahren, wie die südkoreanische Zeitung „Dong-a Ilbo“ unter Berufung auf Quellen in der Präsidialverwaltung des Landes berichtete.

    Das könne auf die Vorbereitung eines Tests eines thermonuklearen Sprengkopfes im Pazifik hinweisen.

    Eine Woche zuvor waren mehrere US-Bomber vom Typ B-1B entlang der nordkoreanischen Küste geflogen.

    Das sei das erste Mal im 21. Jahrhundert, dass US-Bomber und Kampfjets so weit nördlich der demilitarisierten Zone (DMZ) geflogen seien, sagte Pentagon-Sprecherin Dana White.

    Die USA hätten damit die Ernsthaftigkeit unterstreichen wollen, mit der sie Nordkoreas „rücksichtsloses Verhalten“ beobachteten.

    Pjöngjang hat sich die Option offen gelassen, weitere US-Bomber vor der Küste Nordkoreas abzuschießen, selbst wenn sich diese außerhalb des nordkoreanischen Luftraums befinden sollten.

    „Die Welt muss sich klar daran erinnern, dass die USA als erste den Krieg erklärt haben“, so der Minister.

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    Tags:
    Spannungen, Militärmanöver, Raketenabwehr, Ronald Reagan (Flugzeugträger), Koreanische Halbinsel