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04:14 20 September 2019
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    Bei der Eröffnung des neuen Büros der Taliban in Doha im Jahr 2013

    Weißes Haus will Taliban-Büro in Katar schließen – State Department besorgt

    © AFP 2019 / FAISAL AL-TIMIMI
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    Die Administration von US-Präsident Donald Trump entwickelt zurzeit einen Plan, um die politische Vertretung der Taliban in Katar zu schließen. Die Idee stößt im State Department (US-Außenministerium) nicht gerade auf Begeisterung. Dies berichtet „The Wall Street Journal“ (WSJ) unter Berufung auf informierte Quellen.

    US-Marineinfanterist spricht mit einem Einheimischen im Dorf Gowragi, Afgahnistan (Archivbild)
    © Foto : Official Marine Corps/ Sgt. Mark Fayloga
    Die Initiative wird wohl die Unterstützung der afghanischen Führung erhalten, so WSJ, weil US-Beamte zuvor mit ihren afghanischen Kollegen entsprechende Verhandlungen geführt hätten.

    Diese Pläne hätten jedoch für einen „ungewöhnlichen inneren Protest“ im US-Außenministerium gesorgt: Die Mitarbeiter befürchten der Zeitung zufolge, dass diese den US-Interessen in Afghanistan stark schaden könnten.

    Eine Reihe von Mitarbeitern, die auf Südasien spezialisiert seien, habe sich hingegen für eine Aktivierung der Verhandlungen mit den Taliban über das Ende des Krieges in Afghanistan ausgesprochen.

    Nun würde nach Auffassung der Taliban die Schließung ihrer Mission in Doha eine friedliche Regelung in Afghanistan ausschließen. Die Verantwortung dafür würde bei Washington liegen, so die Zeitung weiter.

    Zuvor hatten US-Medien berichtet, Trump dränge seinen afghanischen Amtskollegen Ashraf Ghani dazu, die Mission der Taliban in Katar, die schon seit mehr als sechs Jahren als Kanal für den Dialog dient, zu schließen.

    Im August hatte der amerikanische Präsident eine neue US-Strategie für Afghanistan verkündet, die eine Aufstockung des US-Militärkontingents in dem Lande vorsieht. Später forderten die Taliban von Trump, die US-Truppen aus Afghanistan abzuziehen.

     

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    Tags:
    Taliban, Donald Trump, USA, Katar