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10:27 14 Oktober 2019
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    Siemens-Fabrik in Russland

    Russland-Sanktionen höchst verlustreich für die deutsche Wirtschaft - Expertin

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    Politik
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    Die antirussischen Sanktionen wirken sich in hohem Maße nachteilig für die deutsche Wirtschaft aus. Das hat die Leiterin der Abteilung für Mitgliederbetreuung der Deutsch-Russischen Außenhandelskammer, Christine Frank, am Montag bei einer Konferenz im westsibirischen Tjumen gesagt.

    Ihr zufolge haben rund 50 Prozent der deutschen Unternehmen Produktionsstätten in Russland. Frank betonte, die antirussischen Sanktionen widersprächen den wirtschaftlichen Interessen der deutschen Wirtschaft. Die Sanktionen hätten bereits sowohl reale als auch potentielle Verluste nach sich gezogen, so die Expertin.

    An Stelle deutscher Hersteller würden andere Firmen treten, und man befürchte, den eigenen Anteil am russischen und am internationalen Markt zu verlieren, so Frank.

    Im Gebiet Tjumen hält sich am Montag und Dienstag eine internationale Geschäftsdelegation auf, an der auch russische Unternehmen beteiligt sind. Die Delegationsmitglieder wollen sich im Rahmen ihrer Mission mit leitenden Mitarbeitern der Gebietsverwaltung treffen und Industriebetriebe der Region besuchen. Das Hauptziel der Treffen sei es, die Perspektiven der Zusammenarbeit und der Umsetzung von Investmentprojekten im Gebiet Tjumen zu besprechen.

    Die EU hatte im März 2014 wegen der angespannten Situation in der Ukraine und auf der Krim Sanktionen gegen Russland verhängt und diese Strafmaßnahmen seitdem regelmäßig, jeweils um ein halbes Jahr verlängert.

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    Tags:
    Hersteller, Wirtschaft, Sanktionen, Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK), EU, Deutschland, Russland