23:35 25 Juni 2019
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    Wladimir Putin (l.) und der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-il im Jahr 2001

    Putin wusste bereits 2001 von Nordkoreas Atombombe

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    Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach eigenen Worten bereits 2001 – viele Jahre vor der öffentlichen Bekanntgabe – gewusst, dass Nordkorea eine Atombombe besitzt. Darüber habe ihn der damalige nordkoreanische Staatschef Kim Jong-il persönlich informiert.

    „Als ich 2001 auf dem Weg nach Japan in Nordkorea war, traf ich mich mit dem Vater des jetzigen Staatschefs (Nordkoreas – Anm. d. Red.). Er sagte mir schon damals, dass sie eine Atombombe besitzen“, sagte Putin am Mittwoch auf einer Energiekonferenz in Moskau.

    Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un bei jüngstem Raketenstart
    © AP Photo / Korean Central News Agency/Korea News Service

    „Heute schreiben wir das Jahr 2017: Nordkorea lebt unter ständigen Sanktionen, doch statt einer Atombombe hat es schon eine Wasserstoffbombe, statt simpler Artillerie — Mittelstreckenraketen mit 2700 Kilometern Reichweite“, so Putin.

    Zuvor hatte Putin bezweifelt, dass Nordkorea durch Sanktionen und Drohungen zum Verzicht auf sein Atomprogramm gebracht werden könne. Laut ihm würden die Nordkoreaner "eher Gras essen, als das Atomprogramm aufzugeben, solange sie sich nicht sicher fühlen“. Es gäbe keinen anderen Weg als Verhandlungen.

    Nordkorea hatte sich 2005 zur Kernwaffenmacht erklärt und führte seitdem mehrere Atomtests durch, auf die der UN-Sicherheitsrat mit Sanktionen reagierte. Am 3. September zündete das kommunistische Land nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe. Zudem baut Nordkorea verstärkt an ballistischen Raketen großer Reichweite.

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    Kim Jong-il, Wladimir Putin, Nordkorea, Russland