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23:07 13 Oktober 2019
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    Eine schwangere Frau (Symbolbild)

    Abtreibungsgegner? US-Politiker drängt Freundin zu Schwangerschaftsabbruch – Medien

    © Sputnik / Vladimir Vyatkin
    Politik
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    Der republikanische Kongressabgeordnete Tim Murphy soll seine Geliebte zur Abtreibung gedrängt haben, obwohl er als strenger Abtreibungsgegner gilt. Dies berichtet die „Pittsburgh Post-Gazette“.

    Laut dem Blatt vorliegenden Textnachrichten soll der Politiker seiner Freundin eine Abtreibung empfohlen haben, als diese glaubte, von ihm schwanger gewesen zu sein.

    „Du hast null Probleme damit, deine Pro-Life-Haltung („Pro-Life“, die Ablehnung von Schwangerschaftsabbrüchen – Anm. d. Red.) überall zu posten, während du kein Problem damit hattest, mich erst vergangene Woche zu bitten, unser ungeborenes Kind abzutreiben, als wir dachten, das wäre eine der Optionen“, schrieb Shannon Edwards.

    Murphy antwortete darauf, dass alle Statements in seinem Namen gegen Abtreibungen nicht von ihm, sondern von Mitarbeitern seiner Partei veröffentlicht und verbreitet worden seien. Medienberichten zufolge war Murphy Mitautor des Gesetzes, das Abtreibungen nach der 20. Schwangerschaftswoche verbietet.

    Zuvor hatte der Kongressabgeordnete, der seit Jahren gegen Abtreibungen eintritt, via Facebook eine Verschärfung der Gesetzeslage dazu begrüßt: „Es ist eine tragische Schande, dass Amerika die Welt darin anführt, die am meisten Verwundbaren wegzuwerfen und zu missachten.“

    Das US-Repräsentantenhaus hatte in dieser Woche eine Verschärfung des Abtreibungsrechts beschlossen. Die Abgeordneten stimmten für einen Gesetzentwurf der konservativen Republikaner. Er sieht bis zu fünf Jahre Haft für Ärzte vor, die nach der 20. Schwangerschaftswoche noch Abtreibungen vornehmen. Als Ausnahmen gelten nur Fälle von Vergewaltigung, Inzest oder Lebensgefahr für die Mutter. Der Senat muss noch zustimmen.

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    Tags:
    Abtreibung, Schwangerschaft, USA