00:13 17 Oktober 2017
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    Kinder in Syrien (Symbolbild)

    „Lebender Schild“: Moskau beschuldigt US Army, geächtete IS-Methode zu nutzen

    © Sputnik/ Michail Alaedin
    Politik
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    Das russische Verteidigungsministerium hat den USA vorgeworfen, Zehntausende Zivilisten im Flüchtlingscamp Rukban an der syrisch-jordanischen Grenze als „lebenden Schutzschild“ für ihren Stützpunkt in at-Tanf zu missbrauchen.

    Rukban, das größte Lager syrischer Flüchtlinge, liegt in dem so genannten „Hochsicherheitsbereich“ der US-Militärbasis. Schätzungen zufolge haben dort mindestens 60.000 Frauen und Kinder aus den umkämpften Städten Rakka und Deir ez-Zor Zuflucht gefunden.

    Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums lassen die Amerikaner keine Hilfskonvois zu den Flüchtlingen durch – „weder von der syrischen Regierung noch von Jordanien noch von der Uno und anderen internationalen Organisationen“.

    Laut Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow werden die Flüchtlinge als „lebender Schild“ genutzt. „Außer den Amerikanern werden solche Schutzschilde in Syrien nur von Terroristen genutzt, gegen die die Amerikaner eigentlich kämpfen sollen“, sagte Konaschenkow.

    Zuvor hatte er das gesperrte Gelände um den US-Stützpunkt at-Tanf herum als ein riesiges „Schwarzes Loch“ bezeichnet, „von dem aus die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) ihre Attacken auf die syrische Regierungsarmee und Zivilisten ausübt“.

    Tags:
    USA, Syrien