08:50 26 November 2020
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    Die jüngsten Aussagen des ukrainischen Generalstabschefs Viktor Muschenko über erwünschte US-Waffen sind nicht an Washington adressiert und eher ein Versuch, sich selbst vor der ukrainischen Öffentlichkeit zu rehabilitieren. Dies sagte der Politologe Sergej Koslow gegenüber Sputnik.

    Die Erklärungen des ukrainischen Generalstabschefs Viktor Muschenko verweisen dem Experten zufolge darauf, „dass die ukrainische Regierung nicht ernsthaft an den Erhalt amerikanischer Waffen, sondern an die Gewährleistung ihrer eigenen Legitimation in den Augen der besonders ,patriotisch gesinntenʻ ukrainischen Öffentlichkeit denkt“. Er fügte hinzu:

    „Amerikanische Waffen für diese politisierte Schickeria haben eine symbolische Bedeutung: Amerika ist mit uns, wir bekommen Hilfe von den USA und der Nato und werden im Endergebnis in diese Nato und EU kommen.“

    Zudem kommentierte Koslow die Aussagen von Muschenko, wonach die Ukraine im Falle einer Gewaltlösung des Konfliktes im Donbass innerhalb von zehn Tagen 10.000 bis 12.000 Soldaten verlieren würde, wobei 3000 von ihnen getötet würden.

    „Dies muss im Kontext der innerukrainischen Politik betrachtet werden“, sagte er weiter.

    Der Politologe betonte dabei, dass man in letzter Zeit ernsthaften Druck auf Muschenko ausübe. Nach den Explosionen in Kaliniwka beschuldige man ihn der Fahrlässigkeit.

    „Und um sich selbst vor der aktiven Öffentlichkeit zu rehabilitieren, benimmt er sich wie ein Kampfgeneral, der bereit ist, mit allen militärischen Mitteln die Situation mit dem Donbass zu regeln (…)“, so der Experte abschließend.

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass Kiew laut dem ukrainischen Generalstabschef Viktor Muschenko eine Liste mit erwünschten Waffen an Washington übergeben hat. Darin geht es um Luftaufklärungsmittel, Abwehrsysteme und Systeme der elektronischen Kampfführung.

    Die ersten Geschosse in Kaliniwka bei Winnyzja waren in der vergangenen Woche am späten Dienstagabend detoniert. Aus umliegenden Siedlungen mussten rund 30.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Zwei Bewohner wurden verletzt. In dem Depot waren unter anderem Geschosse für Mehrfachraketenwerfer des Typs Grad, Smertsch und Uragan gelagert.

    Die Behörden mussten den Luftraum in einem Umkreis von 50 Kilometern um das Munitionslager sperren. Ein Ermittlungsverfahren läuft.

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    Tags:
    Konflikt, Viktor Muschenko, USA, Russland