19:49 14 August 2020
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    Kiew hat dazu aufgerufen, eine „toxische Atmosphäre“ um die russische Halbinsel zu schaffen und plant eine Seeblockade. Der russische Politologe Igor Schischkin hat diese Initiative in einem Interview mit Sputnik als unrealisierbare Aufgabe bezeichnet.

    Der Abgeordnete der Werchowna Rada (Parlament) von der „Volksfront“, Andrej Teteruk, schlug am Donnerstag vor, eine „toxische Atmosphäre“ um die Krim zu schaffen, um damit Handelsbeziehungen zwischen der Halbinsel und der Türkei zu verhindern.

    Er rief in diesem Zusammenhang zu einem internationalen Verbot für den Verkehr von Schiffen auf, die in den Häfen der Krim einlaufen sowie zur Festnahme ihrer Kapitäne.

    „Sie müssen dafür zur Verantwortung gezogen werden, dass sie Schmuggel betreiben“, so Teteruk.

    Der Staatsduma-Abgeordnete der Krim-Region, Ruslan Balbek, betonte, dass die Kiewer Behörden, die erneut versuchen, die Krim zu isolieren, damit eine tiefe Enttäuschung erleben würden. „Ihr Wunsch, die Halbinsel völlig zu isolieren, wird nie in Erfüllung gehen, weil die Krim mit jedem Jahr immer mehr Freunde auf der Weltbühne bekommt“, sagte er.

    „All diese ,toxischen Zonenʻ, Blockaden, der,düstere Himmelʻ sind nur eine verschleierte Zustimmung, dass die Krim dennoch russisch ist“, fügte Balbek hinzu.

    Schischkin hält alle Versuche Kiews, eine Krim-Blockade zu organisieren, für aussichtslos.

    „Es gibt nichts Erstaunliches an diesen Initiativen. Kiew wird auch weiterhin alles dafür tun, um die Situation um die Krim zuzuspitzen. Zuerst haben sie Passagier-, Wasser- und Energieblockaden organisiert, jetzt wird die Seeblockade der Krim unter dem Namen ,toxische Atmosphäreʻ vorgeschlagen“, so der Experte.

    Das sei aber eine unrealisierbare Aufgabe, weil „die Krim das Territorium Russlands ist“.

    „Kiew wird die russischen Häfen nicht blockieren können. Falls es beschließt, dies zu tun, wird das einer Kriegserklärung gleichkommen. Das ist ein Aggressionsakt gegenüber Russland“, äußerte er.

    Der Politologe verwies darauf, dass Vertreter der sogenannten Medschlis (extremistische Vereinigung der Krim-Tataren – Anm. d. Red.) zuvor solche Ideen geäußert hätten, aber es habe keine „Helden“ gegeben, die riskieren hätten wollen, in See zu stechen, und versucht hätten, Sewastopol zu blockieren.

    Kiewer Politiker verfolgen ihm zufolge mit den diversen Erklärungen über die Blockade und die Rückkehr der Krim ein bestimmtes Ziel. Die Aussagen aus Kiew über die Feier der Siegesparade in Sewastopol und die Rückkehr der Halbinsel Krim im Jahre 2018 werden demnach gemacht, „um die Spannung um die Krim ständig zu erhöhen“.  Wenn dieses Thema in den Medien als Nebensache erörtert wird, tauchen Schischkin zufolge sofort neue Initiativen auf.

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    Tags:
    Initiative, Blockade, Isolation, Krim, Russland, Ukraine