14:32 04 August 2020
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    Der erste Besuch des saudischen Königs Salman ibn Abd al-Aziz in Russland, der zugleich der erste Besuch eines saudischen Königs in dem Land überhaupt ist, zeigt die Rolle, die Russland in der nahöstlichen Region spielt, schrieb die britische Zeitung „The Times“ am Samstag.

    „Der erste Besuch eines saudischen Monarchen in Moskau signalisierte in dieser Woche Russlands wachsenden Einfluss im Nahen Osten, während Amerika zurückweicht“, berichtet das Blatt.

    Der russische Präsident Wladimir Putin und der saudische König „trafen Vereinbarungen in den Bereichen Verteidigung und Investitionen“, nämlich in den beiden Bereichen, „wo Amerika gewöhnlich Riads privilegierter Partner“ gewesen sei, so „The Times“.

    Die saudischen Machthaber waren demzufolge darüber zufrieden gewesen, dass der jetzige US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus Barack Obama abgelöst hat, der „vom Erfüllen der historischen Führungsrolle der USA im Nahen Osten abgeschwenkt und sich mit der Förderung des liberalen Idealismus beschäftigt hatte“ und die „historischen Verbündeten Washingtons“ damit „enttäuschte“.

    Trump unternahm seinen ersten Auslandsbesuch als Präsident in Riad und nannte die saudischen Behörden „hervorragend“. Dennoch sprach er in seinem Wahlprogramm einerseits von der Absicht, „Amerika wieder großartig“ zu machen, und andererseits stellte er die US-Interessen auf den ersten Platz. Diese Widersprüche führten indirekt dazu, dass Washington „sich an nahöstlichen Kriegen und Streitereien“ nicht beteiligt.

    „Die Machthaber im Nahen Osten stießen darauf und wissen nicht, was ihnen die Zukunft in Wirklichkeit bringt. Herr Putin füllt diese Lücke aus“, so die Zeitung.

    Am 4. Oktober ist Salman ibn Abd al-Aziz Al Saud als erster saudischer Monarch nach Russland gekommen. Nach den Verhandlungen in Moskau unterzeichneten die Seiten mehr als zehn Dokumente, darunter Kooperationsabkommen in den Bereichen Kommunikation, Weltraum und Handel. Putin bezeichnete Salmans Besuch als ein „bemerkenswertes Ereignis“ und drückte die Hoffnung aus, dass er ein guter Impuls bei der Entwicklung der zwischenstaatlichen Beziehungen sein würde. Der Besuch geht am 8. Oktober zu Ende.

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    Tags:
    Times, Salman ibn Abd al-Aziz, Donald Trump, Barack Obama, Wladimir Putin, Naher Osten, Saudi-Arabien, Russland