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    Krim veranstaltet erstmals Kongress der ukrainischen Diaspora

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    Auf der Krim wird erstmals ein internationaler Kongress von Vertretern der ukrainischen Diaspora aus verschiedensten Ländern stattfinden. Dies teilte der Chef des staatlichen Komitees der Krim-Regierung für internationale Beziehungen, Saur Smirnow, im Gespräch mit der Agentur RIA Novosti mit.

    „Die Krim wurde rechtmäßig für den internationalen Kongress gewählt. Gerade hier ist die ukrainische Diaspora bereit, der gesamten Weltgemeinschaft zu erklären, dass das Kiewer Regime kein Recht habe, im Namen des ganzen ukrainischen Volkes aufzutreten“, sagte Smirnow.

    An dem Forum werden unter anderem Vertreter der Ukraine, aber ebenso der in Weißrussland und in der Republik Moldau lebenden ukrainischen Diaspora teilnehmen.
    Das offizielle Programm beginnt mit der Niederlegung von Blumen am Denkmal für den Dichter Taras Schewtschenko, danach folgt ein Besuch des Museums für ukrainische Stickerei, das den Namen der Heldin der Ukraine Vera Roik trägt, und der Klassen am Akademischen Gymnasium in Simferopol, wo der Unterricht in ukrainischer Sprache erteilt wird.

    Das zentrale Ereignis soll ein internationales Rundtischgespräch zum Thema „Zusammenarbeit der ukrainischen gesellschaftlichen Vereinigungen der Republik Krim mit den Landsleuten im Ausland“ sein.

    Nach den Angaben der jüngsten Volkszählung leben auf der Krim etwa 300.000 Ukrainer. Die ukrainische Sprache ist  gemäß der Verfassung der Republik Krim neben der russischen und krimtatarischen Sprache als Amtssprache anerkannt. In der Republik ist die ukrainische Volksgemeinschaft aktiv ins öffentliche Leben mit einbezogen.
    Die Krim war im März 2014 – nach gut 22 Jahren in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel bei einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Anlass für die Volksabstimmung war ein nationalistisch geprägter Staatsstreich in Kiew.

    Die ukrainische Regierung erkennt die Abspaltung der Krim nicht an. Die westlichen Staaten haben den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte Regierung in Kiew akzeptiert, jedoch nicht das Krim-Referendum. Nach dem Beitritt der Halbinsel zu Russland verhängten die USA und die EU Sanktionen gegen Russland und die Krim.

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    Tags:
    Krim, Russland, Ukraine