21:06 24 November 2017
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    Syrische Regierungstruppen bei Deir ez-Zor

    Merkwürdige Änderungen im Anti-Terror-Kampf der USA – Moskau fordert Klärung

    © Sputnik/ Michail Alaeddin
    Politik
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    Die Terroristen bekommen in Deir ez-Zor, wo die syrischen Regierungstruppen jetzt aktiv vorrücken, immer wieder Verstärkung von Kämpfern aus dem Irak, wo die Luftangriffe der US-Koalition dem IS eigentlich genug Kopfschmerzen bereiten sollten. Doch das Pentagon beschließt plötzlich, die Zahl der Flüge gegen IS-Stellungen drastisch zu reduzieren.

    Russlands Verteidigungsministerium fordert Klärung: Will die Koalition etwa den Einsatz der syrischen Armee auf diese Weise erschweren? Oder – wie das Ministerium ironisch bemerkte — treibt sie die Terroristen absichtlich in das Feuer der russischen Luftwaffe?

    Die Koalition imitiert laut dem Sprecher Igor Konaschenkow nur den Kampf gegen den IS, der immer weitere Territorien im Irak erobere. Die offen gelegte Statistik des Pentagons über die US-Luftangriffe zeige, dass die Koalition seit dem Beginn des Einsatzes der syrischen Armee in Deir ez-Zor um das Fünffache weniger Angriffe gegen den IS im Irak geflogen habe als in Syrien.

    „Die abgenommene Intensivität der Schläge gegen den Irak fiel merkwürdigerweise mit der Verschiebung starker IS-Kräfte aus den irakischen Grenzregionen nach Deir ez-Zor zusammen“, sagte Konaschenkow. Diese Gruppierungen versuchten nun, am östlichen Euphrat-Ufer Fuß zu fassen.

    „Die US-geführte Koalition, die den Kampf gegen den IS vor allem im Irak imitiert, sieht das alles, führt aber ihren angeblich aktiven Kampf gegen den IS aus irgendwelchen Gründen in Syrien fort“, so Konaschenkow weiter.

    Gleichzeitig sei die Befreiung der Stadt Rakka, die von den USA und der Koalition im Laufe von sechs Monaten zur vorrangigen Aufgabe erklärt wurde, stehengeblieben. 

    „Heute ruft die Fähigkeit der syrischen Armee, die IS-Terroristen in der syrischen Provinz Deir ez-Zor mit Unterstützung der russischen Luftwaffe zu vernichten, bei keinem – inklusive der USA – Zweifel hervor“, fügte Konaschenkow hinzu.

    Die Verstärkung der Terroristen aus dem Irak, darunter ausländische Söldner, komme mit Panzerwagen und Pickups und sei mit großkalibrigen Waffen ausgerüstet. Munition würden die Terrorkämpfer über Abu Kamal erhalten, der letzten Stadt am Euphrat im Osten Syriens vor der Grenze zum Irak, hieß es.

    Russlands Luftwaffe hat Konaschenkow zufolge die Wirtschaftsinfrastruktur der Terroristen in Syrien vernichtet, weshalb diese ohne Finanzmittel für den Waffenerwerb und die Terroristenanwerbung geblieben seien. Doch der harte Widerstand der Terroristen lasse nicht nach. Dabei werde der westliche Teil des Irak, der unter der IS-Kontrolle stehe, immer größer – und der sei um ein Vielfaches größer als der in Syrien.

     

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    Strategie, Terroristen, Luftangriffe, Verstärkung, Terrormiliz Daesh, Deir ez-Zor, Syrien, Irak, USA, Russland
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