04:10 13 Juli 2020
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    Madrid ist bereit, die Zukunft Kataloniens zu erörtern, aber erst dann, wenn die örtliche Regierung ihre Handlungen wieder in den Rahmen des Gesetzes bringt. Dies teilte am Dienstag der spanische Botschafter in Russland, Ignacio Ibanez, in einem Interview mit der Agentur RIA Novosti mit.

    Mit dieser Äußerung bezog sich der Diplomat auf das Unabhängigkeitsreferendum in der Region, das am 1. Oktober stattfand. Ibanez erläuterte, die spanische Regierung sei von Beginn an bereit gewesen, mit Katalonien zu verhandeln. Sie habe dafür aber stets den Respekt vor der Verfassung vorausgesetzt.

    „Sobald die katalanische Regierung zur Einhaltung des Gesetzes zurückkehrt, ist die spanische Regierung bereit, alle Fragen zu besprechen“, so der Botschafter.

    Dabei betonte er, solche Verhandlungen müssten im nationalen Parlament stattfinden. Ibanez äußerte seine Hoffnung, dass dies im Endeffekt auch so sein werde.

    Am 1. Oktober hatten nach katalanischen Angaben rund 90 Prozent der Wähler in einem Referendum für die Unabhängigkeit von Spanien gestimmt. Von Madrid war das Referendum untersagt worden. Zahlreiche Wahllokale wurden von der spanischen Polizei geschlossen und viele Stimmzettel beschlagnahmt.

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    Tags:
    Unabhängigkeitsreferendum, Katalonien, Spanien