09:51 17 Oktober 2017
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    Südküste der Krim (Archivbild)

    Tschechischer Präsident Zeman: Ukraine sollte für Verlust der Krim entschädigt werden

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    Politik
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    Der tschechische Präsident Miloš Zeman hat den Anschluss der Schwarzmeer-Halbinsel Krim an Russland als eine „vollendete Tatsache“ bezeichnet. „Die antirussischen Sanktionen sind unwirksam, die Ukraine und Russland sollten einen direkten Dialog aufnehmen“, sagte Zeman am Dienstag in einer Tagung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.

    Dabei wies der Präsident darauf hin, dass Kiew für den Verlust der Krim entschädigt werden sollte. Das wäre gerecht. „Ich denke, dass die Entschädigung in Form von Geld, aber auch von Öl oder Gas erfolgen könnte.“ Wer zahlen sollte, ob Russland oder Europa, sagte Zeman nicht.

    Die Parlamentarische Versammlung sollte bestrebt sein, zur Freundschaft zwischen den Völkern Europas – vom Atlantik bis hin zum Ural – beizutragen. „Der Europarat ist dazu da, die Freundschaft zwischen den europäischen Ländern zu festigen“, wurde Zeman vom tschechischen Internetportal idnes.cz zitiert.

    Im vergangenen Juni hatte Moskau den analytischen Bericht „Über die Legitimität des Krim-Referendums“ präsentiert. Die Autoren wiesen Thesen einer „Gruppe westlicher Länder“ zurück, wonach die Krim „annektiert“ und „okkupiert“ ist. Die ausbleibende Anerkennung der Ergebnisse des Referendums von 2014 über die Wiedervereinigung der Krim mit Russland nennen Experten als einen „Verstoß gegen grundlegende Prinzipien der Demokratie“.

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    Tags:
    Aussage, Entschädigung, Sanktionen, Miloš Zeman, Russland, Krim, Ukraine, Tschechien
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