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23:10 19 September 2019
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    Experte: USA nehmen Kurs auf Revision der wichtigsten Sicherheitsverträge

    © REUTERS / Kacper Pempel
    Politik
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    Die Verlegung einer zusätzlichen Panzerbrigade nach Polen durch die USA zeugt laut dem russischen Militärexperten Igor Korottschenko davon, dass Washington den Kurs auf eine Revision der wichtigsten internationalen Verträge im Bereich der strategischen Stabilität eingeschlagen hat.

    „Dieser Beschluss der USA, eine zusätzliche Panzerbrigade nach Polen zu verlegen, ist ein Beweis dafür, dass Washington den Kurs auf eine Revision einer Reihe von äußerst wichtigen internationalen Verträgen im Bereich der Gewährleistung der strategischen Stabilität genommen hat“, sagte Korottschenko.

    Zudem bezeichnete er eine derartige Entscheidung als einen direkten Verstoß gegen die Russland-Nato-Grundakte, die die Stationierung von wesentlichen Kampfkräften in neuen Mitgliedsländern des Militärbündnisses verbietet.

    Zuvor hatten die USA dem Experten zufolge mit ihrem einseitigen Schritt zum Verbot von russischen Beobachtungsflügen den Vertrag über den Offenen Himmel (Open Skies) in Zweifel gestellt. Nicht ausgeschlossen sei auch der US-Ausstieg aus dem Vertrag über die Vernichtung von Mittel- und Kurzstreckenraketen (INF-Vertrag), so der Experte weiter.       

    „Momentan ist ein weiterer Schritt der USA in diese Richtung zu beobachten“, betonte Korottschenko.

    „Die Präsenz von zusätzlichen Gewaltkomponenten der US-Kriegsmaschine in Polen bedeutet nicht nur einen unfreundlichen Schritt, sondern stellt auch eine Gefahr für unsere Nationalinteressen dar“, sagte der Experte abschließend.     

    Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass an den Grenzen Polens und der baltischen Länder zu Russland faktisch eine ganze Division der US-Streitkräfte entfaltet worden sei.

    Im Hintergrund der Hysterie um eine angeblich geplante Militärinvasion Russlands direkt von den Übungen „Zapad 2017“ sei „unbemerkt“ die zweite US-Infanteriedivision in Polen eingetroffen und habe sich dort mit ihrer Ausrüstung entfaltet. Dabei sei auch die Technik der dritten Infanteriedivision geblieben, meldete der Sprecher der Behörde, Igor Konaschenkow.

     

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    Tags:
    INF-Vertrag, Manöver "Zapad 2017", Igor Korottschenko, USA, Polen, Russland