08:11 13 Dezember 2017
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    Löwe (Symbolbild)

    Erdogan: USA wollen „türkischen Löwen zähmen“

    © Sputnik/ Georgy Zimarev
    Politik
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat nach Angaben des TV-Senders CNN Turk in seinem Kommentar zu der diplomatischen Krise mit den USA sein Land mit einem Löwen verglichen, dem die Klauen abgeschlagen worden sind und den man gefügig machen will.

    „Sie haben sich an eine alte Türkei gewöhnt und akzeptieren keine starke Türkei. Unsere Entschlossenheit, die Unabhängigkeit zu verteidigen, belastet jemanden stark“, zitiert der Sender Erdogan.

    Zudem soll Erdogan dem US-Botschafter in Ankara, John Bass, vorgeworfen haben, die Visa-Krise zu initiiert zu haben. 

    „Es ist unannehmbar, dass Amerika in einem solch strategisch wichtigen Land wie der Türkei einen Mann zum Botschafter ernannt hat, der nicht eigenverantwortlich ist. Auf ihr jegliches Vorgehen werden wir Wort für Wort antworten“, fügte Erdogan hinzu.

    Donald Trump und Recep Tayyip Erdogan beim offiziellen Treffen in Washington (Archivbild)
    © AP Photo/ Pablo Martinez Monsivais
    Ihm zufolge setzen die USA einen „schmutzigen Plan“ um, um den Aufbau der Türkei zu stoppen.

    Am Sonntag hatten die USA die Vergabe von Nichtimmigrationsvisa an türkische Bürger vorläufig eingestellt. Dies geschah nach der Festnahme des US-Konsulatsmitarbeiters Metin Topuz in Istanbul wegen des Verdachts auf Kontakte zu der „Fethullahistischen Terrororganisation“ (FETÖ), der die türkische Regierung die Organisierung des Putschversuchs 2016 vorwirft.

     

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    Tags:
    Krise, Beziehungen, CNN Turk, Metin Topuz, John Bass, Recep Tayyip Erdogan, USA, Türkei
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