23:41 04 Juli 2020
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    Nach Einschätzung der US-Botschafterin bei der Nato, Kay Bailey Hutchison, wird die derzeit aus 29 Mitgliedern bestehende Organisation Zuwachs bekommen.

    „Wir unterstützen die Politik der offenen Türen“, sagte sie gegenüber „The Washington Post“. Die Kandidaten für den Nato-Beitritt sollten dabei jedoch „demokratischen Standards und bestimmten militärischen Normen“ entsprechen.

    Das nächste Beitrittsland, „dass diese Prüfung bestehen könnte“, sei ihrer Einschätzung nach Mazedonien. Die Botschafterin sprach dem Land Unterstützung zu.

    Alle Fragen, die dem Beitritt Mazedoniens zur Nato im Weg stehen, würden bestimmt gelöst, so Hutchison. Für Griechenland, das sich dagegen wehrt, sollte der Beitritt des Nachbarlandes hinnehmbar sein.

    Der Streit zwischen Griechenland und Mazedonien um den Namen Mazedonien begann im Jahre 1991, nachdem die ehemalige jugoslawische Republik ihre Unabhängigkeit erklärt hatte. Griechenland besteht darauf, dass Mazedonien den Namen des Landes ändert, damit Mazedonien nicht mit der griechischen Region Makedonien verwechselt wird.

    Griechenland befürchtet auch Gebietsansprüche Mazedoniens auf diese griechische Region. Deshalb besteht Athen auf den Namen „ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien“ (unter diesem Namen wurde Mazedonien Mitglied der Uno) und blockiert den Beitritt Mazedoniens zur EU und zur Nato.

    Im Juni teilte der mazedonische Ministerpräsident Zoran Zaev mit, dass das Land der Nato auch unter dem Namen „ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien“ beizutreten bereit sei.

     

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    Tags:
    NATO, Griechenland, Mazedonien, USA