22:06 11 Dezember 2017
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    „Einfluss auf USA mittels Pokémon Go“: Russlands Außenamt verspottet CNN

    © AFP 2017/ KAZUHIRO NOGI
    Politik
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    Die Amtssprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat Meldungen amerikanischer Medien über die Einmischung Russlands in die US-Angelegenheiten mittels des Smartphone-Spiels Pokémon Go kommentiert.

    „Wenn man der Logik von CNN folgt, bestimmen Afroamerikaner ihre bürgerliche Einstellung, indem sie Pokémon spielen. So stümperhaft hat der Fernsehsender das Entstehen der Rassenprobleme im heutigen Amerika erklärt. Wieder haben die Russen… und die von ihnen kontrollierte Pokémons Schuld“, schrieb Sacharowa via Facebook.

    Zuvor hatte CNN mitgeteilt, dass die angeblich mit Russland verbundenen Versuche, „die Situation in den USA zu beeinflussen“, nicht nur in sozialen Medien, sondern auch durch YouTube und das Spiel Pokémon Go unternommen worden wären.

    Die Rede ist von der Kampagne Don't Shoot Us („Schießt nicht auf uns“), die auf Facebook, Instagram, Twitter, Tumblr und YouTube betrieben wurde. Laut CNN benutzten ihre Organisatoren die Netzwerke, um Fälle der Polizeigewalt gegen Afroamerikaner zu beleuchten.

    Mehr zum Thema: Sacharowa zu russischen Maßnahmen gegen USA: „Schalten Sie räumliche Wahrnehmung ein“

    Die Links vom Portal donotshoot.us verwiesen auf ein Account auf Tumblr, der im Sommer 2016 einen Wettbewerb im Pokémon Go verkündet hatte. Benutzer, die in der realen Welt nach virtuellen Wesen „jagten“, wurden zu den Stellen geschickt, wo es zu Polizeigewalt gekommen war. Den Usern wurde außerdem vorgeschlagen, ihre Pokémons nach gestorbenen Afroamerikanern zu benennen.

    Quellen von CNN beweisen Russlands mutmaßliche Beteiligung an dieser Kampagne damit, dass ihr Facebook-Account mit der Internet Research Agency zusammenhängt, die der Sender als „Kreml-nahe“ Institution bezeichnet.

    Die Accounts der Kampagne Don't Shoot Us auf Facebook, Instagram und Twitter wurden eingefroren, die Seite auf Tumblr berichtet derzeit über die Lage in Palästina.

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    Tags:
    Pokemon Go, USA, Russland