03:22 21 Oktober 2017
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    Sergej Kisljak, Ex-Botschafter Russlands in den USA

    Ex-Botschafter Kisljak zu US-Raketenabwehr: Moskau wird sich in jedem Fall schützen

    © AFP 2017/ ABDELHAK SENNA
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    Die Entwicklung der US-Raketenabwehr gefährdet laut dem ehemaligen Botschafter in Washington und jetzigen Vize-Leiter des Auswärtigen Ausschusses im Föderationsrat (russisches Oberhaus), Sergej Kisljak, russische Abschreckungssysteme. Moskau könne seine Sicherheit jedoch auf jeden Fall gewährleisten.

    „Diese Pläne haben uns nicht überrascht. Seit Beginn der Entwicklung der Raketenabwehrsysteme durch die USA haben wir davon gesprochen, dass ihr Potential die russischen Eindämmungssysteme und somit die Sicherheit bedrohen wird“, sagte Kisljak.

    Vor diesem Hintergrund äußerte er Bedauern angesichts der Tatsache, dass Washington diese Situation mit Moskau erst gar nicht erörtern wollte. „Schade, dass die USA nicht auf ein ernsthaftes Gespräch mit uns eingehen. Schauen wir mal, wie sich diese Situation weiter entwickeln wird“, so der Ex-Botschafter.

    Zugleich betonte er, dass Russland „alle Kraft und Möglichkeiten hat, um bei jedem möglichen Ereignisablauf die Sicherheit des Landes verlässlich zu gewährleisten“. Moskau setze seinerseits, so Kisljak ferner, alle Bestimmungen des INF-Vertrags (Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme) um.

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    Tags:
    Eindämmung, Bedauern, Sicherheit, Schutz, Entwicklung, Raketenabwehr, INF-Vertrag, Sergej Kisljak, USA, Russland
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