05:56 18 Oktober 2017
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    US-Flagge vor dem UNESCO-Standort in Paris

    Kreml reagiert auf Austritt der USA aus UNESCO

    © AFP 2017/ Jacques Demarthon
    Politik
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    Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hat Washingtons Entscheidung, seine Mitgliedschaft bei der Kultur- und Bildungsorganisation der Vereinten Nationen, UNESCO, zu beenden, als traurige Nachricht bezeichnet.

    „Das ist eine traurige Nachricht“, sagte Peskow zu Journalisten in Moskau.

    Aus Sicht der Sonderbotschafterin des russischen Außenministeriums, Eleonora Mitrofanowa, wird diese Entscheidung von US-Präsident Donald Trump die Arbeit der Organisation nicht beeinträchtigen.

    „Es macht nichts, es wird für die UNESCO in Wirklichkeit einfacher, ohne sie zu arbeiten. Sie haben in den letzten Jahren keinen Nutzen gebracht“, betonte sie.

    UNESCO-Standort in Paris (Archivbild)
    © REUTERS/ Philippe Wojazer
    Aus Sicht des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Föderationsrat (russisches Parlamentsoberhaus), Konstantin Kossatschow, haben die USA mit dem Austritt aus der UNESCO das Verhalten eines Geächteten demonstriert.

    Seine Entscheidung hatte Washington mit der Notwendigkeit einer Reform bei der UNESCO sowie „andauernden antiisraelischen Tendenzen“ begründet. Die USA wollen jedoch als externer Beobachter weiter mit der Organisation zusammenarbeiten. Der UNESCO-Chef hat laut AFP bereits „tiefes Bedauern“ in Bezug auf den Austritt der USA aus der Organisation geäußert.

    Nach der Bekanntgabe der Entscheidung hatte auch der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu das Außenministerium angewiesen, den Austritt des Landes aus der UNESCO vorzubereiten.

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    Tags:
    Entscheidung, Reaktion, Austritt, Kreml, UNESCO, Konstantin Kossatschow, Dmitri Peskow, USA, Russland