23:03 22 Oktober 2017
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    Pikachu, New York (Archivbild)

    Pokemongate: Moskau soll Aluhüte und Riesen-Pikachu über USA abwerfen - Abgeordneter

    © AP Photo/ Jeff Christensen
    Politik
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    Nach der Behauptung von US-Medien, Russland mische sich via die Spiele-App Pokémon Go in innere Angelegenheiten der USA ein, sollte Moskau laut dem Mitglied des Komitees für Informationspolitik der Staatsduma Anton Gorelkin Aluhüte über den Vereinigten Staaten abwerfen. Tatsächlich habe das Ganze aber nur mit dem Budget für US-Geheimdienste zu tun.

    „Man sollte nicht naiv daran glauben, dass diese Stimmung durch irrationale Angst oder Wahnsinn bedingt ist. In den USA gibt es Geheimdienste. Und diese Geheimdienste haben wiederum einen Etat, der direkt davon abhängt, wie stark ihr Gegner ist. Sie sind finanziell daran interessiert, dass Russland als eine Art Cthulhu — ein dunkler Herrscher der Welt – dargestellt wird“, sagte Gorelkin.

    Das nächste Mal werde Moskau, scherzte der Abgeordnete, „einen Riesen-Pikachu züchten und über den USA zum Schreck der Wähler abwerfen – mitsamt Aluhüten als humanitäre Hilfe.“

    Dabei würden sich diese ganzen Gates leicht erklären lassen: Die CIA und die NSA würden derzeit nämlich jedes solches Gerücht auf die Goldwaage legen, da sie anderenfalls zugeben müssten, dass „Russland keinen Einfluss auf eines der ältesten und stabilsten Wahlsysteme nehmen konnte“. Und dies würde wiederum bedeuten, dass die Geheimdienste kein Geld mehr für ihren „Kampf“ gegen Russland erhalten würden.

    Zuvor hatte CNN mitgeteilt, dass die angeblich mit Russland verbundenen Versuche, „die Situation in den USA zu beeinflussen“, mit dem Spiel Pokémon Go unternommen worden wären. Das soll während der Kampagne Don't Shoot Us („Schießt nicht auf uns“) geschehen sein, bei er es um Fälle von Polizeigewalt gegen Afroamerikaner ging.

    Im Sommer 2016 hatte ein mit dem Portal donotshoot.us verbundener Tumblr-Account einen Wettbewerb im Pokémon Go verkündet. Benutzer, die in der realen Welt nach virtuellen Wesen „jagten“, wurden zu den Stellen geschickt, wo es zu Polizeigewalt gekommen war.

    Quellen von CNN beweisen Russlands angebliche Beteiligung an dieser Kampagne damit, dass ihr Facebook-Account mit der Internet Research Agency zusammenhängt, die der Sender als „Kreml-nahe“ Institution bezeichnet.

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    Tags:
    Spiel, Pokemon, Einfluss, NSA, CIA, USA, Russland