02:45 23 Oktober 2017
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    Trump-Erdogan-Treffen in Washington

    Erdogan: „USA belügen die ganze Welt“

    © REUTERS/ Kevin Lamarque
    Politik
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    Im Visa-Streit wirft Recep Tayyip Erdogan den USA „Lüge“ vor. Die Behauptung der Amerikaner, dass sie den festgenommenen Mitarbeiter ihres Konsulats in Istanbul nicht besuchen dürften, stimme nicht, sagte der türkische Präsident am Freitag.

    „Die USA belügen die ganze Welt“, so Erdogan am Freitag bei einem Treffen mit Gouverneuren in Ankara. „Nach der Festnahme ihres Konsulatsmitarbeiters am 4. Oktober hat niemand nach einem Besuch bei ihm angefragt“.

    Donald Trump und Recep Tayyip Erdogan beim offiziellen Treffen in Washington (Archivbild)
    © AP Photo/ Pablo Martinez Monsivais
    Sein Land sei „besorgt über die Doppelmoral“ einiger Staaten, die sich selbst „Partner Ankaras“ nennen, so Erdogan. „Bei den Treffen geben sie uns Versprechen, doch dann spielen sie hinter unserem Rücken ihre schmutzigen Spiele, die bereits ein solches Ausmaß angenommen haben, dass sie nicht mehr verborgen werden können.“

    Dabei verwies Erdogan auf US-Waffenlieferungen an syrische Kurdenmilizen, die die Regierung in Ankara als einen Ableger der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) bezeichnet.

    Metin Topuz, ein Beschäftigter des amerikanischen Konsulats in Istanbul, war am Mittwoch vergangener Woche festgenommen worden. Die Türkei wirft ihm  Spionage und Mitgliedschaft in der verbotenen Gülen-Bewegung vor. Die USA verurteilten die Festnahme ihres Konsulatsmitarbeiters und setzten am Sonntag die Vergabe von Visa in ihren Vertretungen in der Türkei aus. Daraufhin ließ auch die türkische Regierung die Visa-Vergabe an US-Bürger stoppen.

    Tags:
    Recep Tayyip Erdogan, USA, Türkei