07:09 22 Oktober 2020
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    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel kommentiert die Erklärung von US-Präsident Donald Trump zum Atomabkommen mit dem Iran.

    „Wir stehen zu diesem Abkommen mit dem Iran, wir wollen das Abkommen erhalten. Gleichzeitig kritisieren wir natürlich die Rolle des Irans in den anderen Fragen, denn der Iran spielt eine sehr schwierige Rolle im Nahen und Mittleren Osten. Keine Frage, auch darüber muss mit dem Iran auch in aller Offenheit und harz geredet und verhandelt werden“, sagte Gabriel.

    Der Bundesaußenminister merkte an, es dürfe auf keinen Fall passieren, dass das einzige Signal von Hoffnung, dass es gelingen könne, ein Land daran zu hindern, Atomwaffen zu entwickeln, jetzt abgeschaltet werde.

    „Deswegen werden wir in den nächsten Wochen alles dafür tun, den amerikanischen Kongress davon zu überzeugen, das Abkommen aufrechtzuerhalten und darüber zu reden, wie wir den Iran in anderen Fällen in der Politik im Nahen Osten zu einer Verhaltensänderung bringen“, so Gabriel.

    Am Freitag haben auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Emmanuel Macron sowie die britische Premierministerin Theresa May in einer gemeinsamen Erklärung ihre Besorgnis über die Entscheidung von Donald Trump zum Iran geäußert.

    „Wir nehmen die Entscheidung von US-Präsident Trump zur Kenntnis, die Einhaltung des ‚Joint Comprehensive Plan of Action‘ durch den Iran nicht zu bestätigen. Wir sind besorgt angesichts der möglichen Auswirkungen“, heißt es in der Erklärung.

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    Donald Trump, Sigmar Gabriel, Deutschland, USA