05:46 17 November 2019
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    Der ehemalige US-Außenminister John Kerry (Archivbild)

    Ex-US-Außenminister bezichtigt Trump der Schaffung einer internationalen Krise

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    Der ehemalige US-Außenminister John Kerry hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, dass er mit seiner Entscheidung zum Atomabkommen mit dem Iran eine internationale Krise schaffe.

    „Die Entscheidung von Präsident Trump ist gefährlich, er schafft eine internationale Krise. Sie (die Entscheidung – Anm. d. Red.) gefährdet die US-Interessen im Bereich der nationalen Sicherheit und die Interessen der engsten Verbündeten“, schrieb Kerry in einer auf seinem Twitter-Account veröffentlichten Erklärung.

    US-Präsident Donald Trump
    © REUTERS / Dylan Martinez
    Er bezeichnete die Entscheidung als einen „leichtsinniges Ablehnen von Fakten zugunsten des Egos und der Ideologie des Präsidenten“.

    Kerry, der an der Erarbeitung des Atomabkommens mit dem Iran teilgenommen hatte, könne nicht sagen, warum Trump nicht anerkennen könne, dass Teheran das Abkommen erfülle, obwohl die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO), die US-Verbündeten und die Mitglieder der US-Administration diese Tatsache schon anerkannt hätten.

    „Die Realität ist, dass durch die Destabilisierung des Abkommens der Präsident unsere Position schwächt, die Verbündeten von uns entfremdet, die Positionen der iranischen Konservativen stärkt, die Lösung der Nordkorea-Krise erschwert sowie das Risiko eingeht, uns einem militärischen Konflikt näher zu bringen“, so Kerry.

    Am Freitag hatte sich Trump geweigert, dem US-Kongress zu bestätigen, dass der Iran das Atomabkommen erfüllt. Er merkte in seiner Rede an, das Abkommen mit dem Iran sei eine der schlimmsten Vereinbarungen, denen die USA je beigetreten seien. Das Abkommen werde gekündigt werden, falls sich die US-Administration mit dem Kongress und den Verbündeten nicht einigen könnten. Trump betonte auch, die USA würden zusätzliche Sanktionen gegen den Iran wegen Finanzierung des Terrorismus einführen.

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    Krise, Vorwurf, Kritik, Atomabkommen, John Kerry, Donald Trump, Iran, USA